Die Beschaffung von Schildern mit der Aufschrift "Schützt unsere Umwelt" löste im Gemeinderat eine konträre Diskussion und eine Kampfabstimmung aus. Zweiter Bürgermeister Heinz Mösch (CSU) hatte der Verwaltung bereits einen Textentwurf für 30 Schilder mit Kosten von 245 Euro vorgelegt. Bürgermeisterin Sack hatte dagegen vom Jagdpächter Clemens Ulbrich die Zusage, bereits vorhandene Schilder mit verschiedenen Motiven kostenlos für die Gemeinde zu erhalten. Die von Mösch vorgeschlagene Beschaffung wurde mit 5:8 Stimmen abgelehnt. Einstimmig folgte das Gremium dem Vorschlag der Bürgermeisterin, 30 Schilder über den Jagdpächter kostenlos für die Gemeinde zu beschaffen.

Der Gemeinderat sieht keine Veranlassung, die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in der Heinrich-Taubenreuther-Straße zu ändern. Dazu lagen dem Gremium zwei Schreiben von Anliegern auf dem Ratstisch, die Bürgermeisterin Anita Sack (FW) bekanntgab. Sie verwies auf die Auswertung eines Tempomaten, der vom 6. April bis zum 21. Juni an zwei verschiedenen Stellen gestanden hatte. Die Masse der Verkehrsteilnehmer hielt sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung, nur wenige waren mit 50 unterwegs und ein Verkehrsteilnehmer mit 60. Auch der geforderte Einbau von Bodenschwellen war für den Rat kein Thema.

Für das Bauvorhaben "Heinersreuther Hof" stimmte der Gemeinderat einer Tekturplanung zu. Diese sieht einen Ersatzneubau für die bestehende Scheune mit dem gleichen Grundriss wie bisher, nur zusätzlich unterkellert, vor. Die Bürgermeisterin ließ den Gemeinderat wissen, dass die Zustimmung vom benachbarten Grundstückseigentümer vorliege.

Beim Breitbandausbau erhielt die Gemeinde Ködnitz als "Höfebonus" eine zweite Abschlagszahlung von 119 757 Euro. Ferner gab Anita Sack bekannt, dass der Verlauf des Wanderweges KU 44 unterhalb von Pinsenhof privatrechtlich zu regeln und die Gemeinde auch für den Unterhalt nicht zuständig sei, weil keine Widmung erfolgt sei.

Zweiter Bürgermeister Heinz Mösch sprach noch das Radwegenetz an und bedauerte, dass die Gemeinde hier keinen Schritt vorangekommen sei: "Wir haben eineinhalb Jahre verloren!"

Was die mögliche Trasse eines Radweges von Kauerndorf nach Fölschnitz mit einem Brückenbauwerk über den Weißen Main angeht, gab Gemeinderat Bernd Zimmermann (FW) unmissverständlich zu verstehen, dass er als Grundstückseigentümer wegen des dort ausgewiesenen Überschwemmungsgebietes keiner Grundabtretung zustimme. rei