Das Konzert des Untersteinacher Jugendblasorchesters in der Neuenmarkter Christuskirche hielt das, was es versprochen hatte: ein Musikgenuss vom Feinsten. Die jungen Musiker der Untersteinacher Blasmusik hätten einen besseren Besuch verdient gehabt.
Das Orchester, das von Dirigent Lothar Huber immer wieder zur Höchstform geführt wurde, beeindruckte mit einem abwechslungsreichen und vielfältigen Programm. Es reichte von Filmmusik über Schlager bis hin zur Operette und zu den Werken alter Meister. Die Moderation erledigten der Dirigent und Christopher Schröder gekonnt und souverän.
Eine Besonderheit am Rande: Von den rund 30 jungen Musikern stammt knapp die Hälfte aus dem Gemeindebereich Neuenmarkt, und mit dem Neuenmarkter Siegfried Koeber hat die Untersteinacher Blasmusik auch einen sehr engagierten stellvertretenden Vorsitzenden.


Wunderbare Jugendarbeit

Pfarrer Stefan Schleicher sprach von einem herausragenden Orchester: "Es hat den Kulturpreis des Landkreises erhalten und wurde mit dem Jugend-Award für wunderbare Jugendarbeit ausgezeichnet."
Dann zeigten die jungen Musiker, was sie können. Unter anderem war ein wunderbarer Melodienstrauß aus Carl Maria von Webers romantischer Oper "Der Freischütz" zu hören. Das Publikum war begeistert - ebenso bei einem Medley aus der Operette "Der Bettelstudent" von Carl Joseph Millöcker.
Das Jugendblasorchester verließ dann die klassische Bühne und begab sich auf das Terrain der Film- und Schlagermusik. Sehr gelungen der Einstieg mit dem "Hallelujah" des kanadischen Singer-Songwriters Leonard Cohen. Nicht fehlen durfte der Hit des US-Duos Simon & Garfunkel "The Sound of Silence", der zu den 500 besten Songs aller Zeiten zählt. Überaus hörenswert das Potpourri mit den schönsten Melodien von dem in den USA tätigen Orchesterleiter Bert Kaempfert. Und auch an den "Earth Song" des unvergessenen Michael Jackson aus dem Jahre 1995 wagte sich das Jugendblasorchester heran.


Drei Zugaben

Mit dem Stück "Air for Band" wollte sich das Orchester von einem dankbaren und begeisterten Publikum verabschieden. Doch ohne drei Zugaben durften die Musiker die Christuskirche nicht verlassen.