Frauen erfahren nicht nur in bestehenden Beschäftigungsverhältnissen oftmals Benachteiligungen. Auch ihr Weg aus der Arbeitslosigkeit in den Beruf ist meist mit mehr Hindernissen versehen als der von Männern. Im Sinne der Chancengleichheit fördert das Jobcenter der Stadt Erlangen deshalb speziell Frauen als Zielgruppe. Ab Oktober wird die Aufnahme einer Arbeit nun besonders unterstützt.

Vor allem Frauen mit Kindern profitieren von der Förderung. Sie liegen, gleich ob verpartnert oder alleinerziehend, weit hinten, beziehungsweise schaffen es nicht, ihre Sozialleistungen zu beenden. Auch in der Stadt Erlangen werden diese Unterschiede bestätigt. So konnten zum Beispiel im März aus Familien mit Kindern 39 Männer, aber nur elf Frauen in den Arbeitsmarkt integriert werden. Um Frauen mit Erziehungsaufgaben den Einstieg zu erleichtern und einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, hat das Jobcenter der Stadt Erlangen beschlossen, eine besondere Form des sogenannten Einstiegsgeldes einzusetzen.

So soll nun pauschal für die ersten drei Monate der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit mit mindestens 20 Wochenstunden ein Einstiegsgeld in Höhe von 200 Euro für erziehende beziehungsweise 250 Euro für alleinerziehende Frauen ausbezahlt werden.

Den Wiedereinstieg erleichtern

Durch das Einstiegsgeld sollen die anfänglichen Schwierigkeiten, die ein Wiedereinstieg nach einer oft längeren Phase der Arbeitslosigkeit mit sich bringt, abgefangen und die Einarbeitungszeit in meist ungelernte Tätigkeiten zusätzlich erleichtert werden.

Weitere Informationen erteilt Bettina Grey, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Stadt Erlangen unter 09131/92001695 oder bca@ggfa.de. Die Erfahrungen der Fachstellen im Jobcenter zeigen, dass die ersten drei Monate meist ausschlaggebend für eine Stabilisierung im neuen Arbeitsfeld sind. red