"Wir mögen keine Randalierer. Das sind auch keine Fans. Bei uns geht es um den 1. FC Nürnberg (FCN) und darum, Spaß zu haben mit anderen Fans", stellt Alfred Lanzendörfer fest, zweiter Vorsitzender des Vereins "Clubfreunde Todsfeldtal". Wie läuft denn so ein Besuch im Stadion ab? Nehmen wir den Besuch in Nürnberg beim Spiel gegen Bielefeld.
Im vollen Bus ging es am Nachmittag los. Es wirkt eher wie ein Familienausflug, denn auch Kinder wie Nick und Jule Linsner sind dabei. Die Sprösslinge des ersten Vorsitzenden Markus Linsner sind ganz aufgeregt. "Der Busfahrer ist dann sieben Mal im Kreisverkehr gefahren, damit die Kinder abgelenkt werden", erinnert sich Lanzendörfer. Und wie immer sei im Bus viel gelacht und die Vereinshymne gesungen worden.
Mit Reiner Bernhardt habe der Fanclub einen eigenen Vereinsmusiker. Sein Instrument - CD-Player. "Im Stadion fiebert der Fan dann mit. Wobei der Club bei diesem Spiel schlecht gespielt hat", gesteht Lanzendörfer. Erst in den letzten Minuten habe der FCN ein Tor geschossen und dann zum 2:2 ausgeglichen. "Einige haben dann den Bus nicht mehr gefunden. Na ja, sagen wir mal, weil es so finster war", drückt sich Lanzendorfer vorsichtig aus und schmunzelt.
Auf dem Heimweg wird dann ausführlich diskutiert. Die Erwachsenen gehen dann ins "Bierstüberl bei Aal" und diskutieren weiter; oft bis in die Morgenstunden. "Im Fußball geht es um den Sieg. Erst herrscht Vorfreude, dann Hoffnung und nach dem Spiel Enttäuschung oder Jubel", fasst Lanzendörfer die Emotionen eines Spieltages zusammen.