Nach einer anstrengenden Saison in der Kreisklasse 1 ER/PEG, an deren Ende Florian Pihl mit der DJK Wimmelbach den Klassenerhalt geschafft hat, ist der 34-Jährige satt von Fußball - zumindest fast.

Es ging zwar "nur" noch um die Meisterschaft in Ihrer bisherigen Spielklasse, aber haben Sie das Entscheidungsspiel zwischen Oesdorf und Hemhofen gesehen?
Florian Pihl: Ich war am Wochenende auf einem Techno-Festival am Brombachsee und hatte keine Gelegenheit dazu. Ehrlich gesagt bin ich nach der langen und anstrengenden Saison auch etwas satt von Fußball.
Die EM gucken Sie aber, oder? Wie lautet Ihr Zwischenfazit?
Der neue Modus mit 24 Mannschaften verleitet die Außenseiter dazu, sich noch mehr hinten reinzustellen, um irgendwie ein paar Pünktchen zu ermauern und als Dritter ins Achtelfinale einzuziehen. Das finde ich schade. Die Favoriten machen ihren Job bislang gut. Vor allem die Italiener faszinieren mich. Aus deutscher Sicht sollten wir hoffen, dass sie sobald wie möglich ausscheiden.

Deutschland ist noch nicht sicher in der K.o.-Runde. Wie schätzen Sie die DFB-Elf ein und wie lautet Ihr Tipp gegen Nordirland?
Ich habe mir mehr erwartet, weil viele Spieler mittlerweile bei den großen europäischen Teams unter Vertrag stehen. Wir müssten dominanter und kreativer sein. Vorne fehlt uns einfach ein Weltklasse-Stürmer wie Ibrahimovic. Aber wir sind ja eine Mannschaft, die sich im Laufe eines Turniers steigert. Gegen Nordirland erwarte ich einen klaren Sieg. Es muss ja kein 6:0 sein.

Apropos Ibrahimvoic: Der Wechsel des Schweden von Paris Saint Germain zum FC Bayern ist angeblich perfekt. Was halten Sie als Bayern-Fan von diesem Transfer?
Bei uns im Fan-Club Reifenberg wird das kontrovers diskutiert. Die Kritiker fürchten, dass das Mannschaftsgefüge außer Takt gerät. Ich persönlich mag Spieler, die polarisieren. Wenn die Münchner die Chance haben, so einen Spieler zu holen, müssen sie es machen. Ein Ibrahimovic ist auch für die Bundesliga gut. Ob er dem FC Bayern in seinem Alter noch hilft, weiß ich nicht. Bei der EM ragt er nicht wahnsinnig heraus, aber in München hat er andere Mitspieler.

Die Fragen stellte
Daniel Ruppert


Nach der Sommerpause geht der Steilpass mit Andreas Gebhardt weiter, der vom FC Schlaifhausen zum FC Wacker Trailsdorf gewechselt ist.