Gehört der Tischtennisbezirk Oberfranken in seiner jetzigen Zusammensetzung mit neun Kreisen im nächsten Jahr der Vergangenheit an? Die Entscheidung darüber soll schon am 9. Juli in Amberg beim außerordentlichen Verbandstag des Bayerischen Tischtennis-Verbandes (BTTV) fallen.
Vorgesehen ist dann eine Struktur- beziehungsweise Gebietsreform, nach der es keine Kreise mehr geben wird, sondern aus bisher sieben Bezirken dann 16 Bezirke als unterste Einheit in Bayern entstehen sollen. Oberfranken würde demnach in zwei Bezirke aufgeteilt, und zwar in die Region Ost (Hof, Bayreuth, Kulmbach, Kronach) und West (Coburg, Neustadt, Lichtenfels und Bamberg).


Müller blickte kritisch zurück

Diese geplante Änderung zog sich wie ein roter Faden durch die Versammlung des Bezirkshauptausschusses im Landgasthaus Moreth in Altenplos. Bei dieser Zusammenkunft blickte zunächst Bezirksvorsitzender Hartmut Müller (Lichtenfels) auf die wichtigsten Ereignisse in der abgelaufenen Serie 2016/2017 zurück. Dabei bemerkte er, dass zwar der Schwund an Mannschaften und Spielern gegenüber der Vorsaison nicht mehr so gravierend war, jedoch nicht gestoppt werden konnte. So sei in Oberfranken ein Rückgang um 15 auf 997 Teams und um 236 auf 8015 Akteure zu verzeichnen gewesen.
Müller ging weiter auf die geplante Strukturreform ein, mit der versucht wird, die Probleme, die vor allem mit der um sich greifenden Verringerung an Spielern und Vereinen aufgetreten sind, in ihrer Auswirkung zu minimieren. "Ob bei einer Zustimmung zur Reform alles damit erreicht werden kann, wird sich zeigen", meinte Müller etwas skeptisch.
Bei der Besprechung des vom Bezirksvorsitzenden Müller vorgelegten Haushaltsentwurfs für das kommende Jahr wurde eine Reduzierung von Beiträgen vorgenommen. So wurden der Grundbeitrag für die Vereine von 30 auf zehn Euro und der Mannschaftsbeitrag von 25 auf 20 Euro gesenkt. Dies geschah nicht zuletzt deshalb, weil bei einer kommenden Strukturreform die vorhandenen Kassenbestände dem Verband zufließen würden. In diesem Zusammenhang hatte der Kreisvorsitzende von Bayreuth, Daniel Geßenich, so seine Probleme. Die Vereine seines Kreises hätten nämlich schon für ein bevorstehendes Jubiläum zu keiner unerheblichen Rücklage ihren Beitrag geleistet. Sollte die geplante Strukturreform greifen, dann müsste er auch diese Gelder dem Verband überlassen. Damit würde sein Kreis bestraft und dies könne doch nicht sein.


Beste Jugendarbeit

Ausgezeichnet wurden mit den vom Bezirks-Ehrenvorsitzenden Joachim Franke gestifteten Pokalen und Preisen für die beste Nachwuchsarbeit nach einem gewissen Punktessystem der TSV Unterlauter (1507 Punkte), der TTC Mainleus (950) und der FC Adler Weidhausen (843).