Andreas Dorsch

Weil die Höchstadter Kirchweih in den nächsten beiden Jahren nicht auf dem Festplatz in den Aischwiesen stattfinden kann, wird sie erst einmal in den Engelgarten verlegt. Bis auf Junge-Liste-Sprecher Michael Ulbrich stimmten in der Sitzung am Montagabend alle Stadträte für diese Ausweichlösung.
Die Erneuerung der Aischbrücke in diesem und der Flutbrücke im nächsten Jahr macht die Kirchweih auf dem Festplatz unmöglich. Die Verwaltung hatte als Alternative einmal den Engelgarten vorgeschlagen, aber auch die Möglichkeit aufgezeigt, den Kirchweihbetrieb oder wenigstens Teile davon in die Innenstadt auf den Marktplatz und den Parkplatz hinterm Rathaus zu holen.
Die Innenstadt-Lösung war in der Stadtratssitzung schnell wieder vom Tisch. Ganz im Sinne der Höchstadter Schausteller. Mit denen hatte Stadtrat Johannes Riegler (JL) im Vorfeld gesprochen und erfahren, dass sie bei einer Kerwa im Engelgarten auch bereit wären, ihre Wohnwagen zu Hause zu lassen.
Bürgermeister Gerald Brehm (JL) plädierte dafür, alles im Engelgarten zu halten. Das Problem der nicht ausreichenden Stromversorgung würde er gleich dauerhaft lösen und dafür 40 000 bis 50 000 Euro ausgeben.
Was an Fahrgeschäften und Buden wo untergebracht wird, könne man noch nicht sagen, meinte der Bürgermeister. Man sollte sich aber darauf verständigen, dass die Kirchweih trotz der Brückenbauten überhaupt stattfindet und das im Engelgarten. Nach zwei Jahren sollte man dann schauen, wie es weiter geht.
Andreas Hänjes (SPD) brachte neben dem Engelgarten auch den Kellerberg als Ausweichmöglichkeit ins Gespräch.
Auf den Vorschlag von Zweitem Bürgermeister Günter Schulz (SPD), den etwa 500 Meter entfernten Parkplatz des ehemaligen E-Centers mit zu öffnen, entgegnete Georg Schockel (CSU): "Für den Hinweg kann man ihn nutzen, für den Rückweg ist es dann aber schon weit."