Der Brauch, Pflanzen zu sammeln und diese am Himmelfahrtstag abzugeben, hat sich im Frauenbund Herzogenaurach bis heute erhalten. Der Frauenbund veranstaltet für alle, die sich in Kräuterkunde fortbilden möchten, eine Sammlung am Samstag, 13. August, um 8 Uhr am Ortsausgang Beutelsdorf (Richtung Haundorf links in den Flurbereinigungsweg). Die Verantwortlichen weisen darauf hin, dass dabei feste Schuhe, Messer oder Schere nicht vergessen werden sollten.

Um 14 Uhr werden anschließend die Kräuter zu Sträußen gebunden, der Pfarrhof von St. Magdalena füllt sich dabei mit einem einzigartigen Duft. Zusammen in lockerer Atmosphäre lernt man das Binden, erfährt mehr über Kräuter und was früher mit den geweihten „Wurzbüschen“ noch gemacht wurde.

Da aufgrund der Hitze wahrscheinlich nicht so viele Kräuter am Feld zu finden seien, bittet der Frauenbund , auch Gartenkräuter mitzubringen wie beispielsweise Oregano, Rosmarin, Lavendel , Bohnenkraut, Borretsch, Estragon, Petersilie, Ringelblume, Salbei, Sonnenblumen, Thymian, Weidenkraut, Zitronenmelisse und Zitronenminze.

Sträuße nach den Gottesdiensten

Dieses Jahr fällt der Festtag Mariä Himmelfahrt auf einen Montag. Deswegen werden die geweihten Sträuße auch am Sonntag, 14. August, sowie am Festtag, 15.August, nach den 11-Uhr Gottesdiensten in der Stadtpfarrkirche an die Gläubigen abgegeben.

Der Frauenbund Herzogenaurach eröffnete darüber hinaus auch wieder sein Altstadtfest-Café. Es hieß zwar „Hitzeschlacht statt Kuchenschlacht“ an diesem heißen Juniwochenende, doch zeigte sich Christa Glasauer vom Teamvorstand des KDFB überwältigt von den vielen Kuchenspenden, die auch von vielen Nicht-Mitgliedern abgegeben worden seien.

Schatzmeisterin Jutta Stark freute sich sehr, nun einen Teil des Erlöses der Flüchtlingsbetreuung, vertreten durch Konrad Eitel, übergeben zu können.

Ein weitere Spende geht nach Informationen des Frauenbundes an das KDFB-Projekt „Women 4 Youth“ . Denn: „Frauensolidarität ist eines der zentralen Themen im Frauenbund “ − dabei würden Frauen, die an Lebens-Übergängen stünden oder die vielfältigen Belastungen des Lebens alleine stemmen müssten, unterstützt werden. red