Während manche Gemeinde das Waldjahr 2020 mit einer schwarzen Null ad acta legen musste, hat die Gemeinde Wonfurt einen Gewinn von knapp 48 800 Euro erzielt. Dies berichtete Bürgermeister Holger Baunacher während der Gemeinderatssitzung am Dienstag im Pfarrzentrum. Es wurde mehr Holz als geplant eingeschlagen, vor allem Nadelholz mit Käferschäden.

Für dieses Jahr könne die Gemeinde bei Einnahmen von rund 63 000 Euro und Ausgaben von 40 550 Euro mit einem Gewinn in Höhe von 22 450 Euro aus der Waldbewirtschaftung rechnen, sagte Baunacher. Um die Schäden durch Hitze und Käferbefall zu kompensieren, sollen 17 000 Bäume gepflanzt werden, nämlich 14 000 Eichen und 3000 Buchen. 60 bis 70 Prozent hätten eine Überlebenschance, schätzt Baunacher.

Die Corona-Teststation in Wonfurt werde sehr gut angenommen. Am vergangenen Sonntag ließen sich 61 Personen testen, darunter auch viele Auswärtige. Dies sei der bislang höchste Wert gewesen, so Baunacher. Er dankte allen Helfern, die sich an drei Tagen pro Woche einsetzen.

Manch ein Bürger habe sich über Holzpfähle gewundert, die auf Äckern eingeschlagen sind. Dies habe damit zu tun, dass nun auch Glasfaserkabel im Rahmen des Höfe-Programms zu Aussiedlerhöfen verlegt werden, sagte der Bürgermeister.

22 Baulücken gebe es derzeit im Gemeindegebiet. Oftmals würden unbebaute Grundstücke von den Eigentümern zurückgehalten. Um diese stärker zu besteuern, wäre eine Reform der Grundsteuer C nötig, die der Landtag nun jedoch abgelehnt habe, sagte Baunacher.

Als neue Feldgeschworene, sogenannte Siebener, wurden Stefan Firsching, Thomas Aumüller und Johannes Werner in der Sitzung vereidigt.

Die Hundesteuersatzung ändert sich ab dem kommenden Jahr. Die normale Hundesteuer beträgt weiterhin 30 Euro pro Jahr, die für Kampfhunde 240 Euro jährlich. Neu ist, dass es ab dem 1. Januar 2022 nur einen Steuersatz für Kampfhunde gibt, der sich durch einen positiven Wesenstest nicht mindert.

Der Gemeinderat beschloss außerdem, dass Tierfreunde, die einen Hund aus dem Tierheim in Zell aufnehmen, einen ermäßigten Steuersatz erhalten.

In der Schule in Dampfach sind mittlerweile Türen und Fenster ausgetauscht. Die geplanten Kosten für die Sanierung in Höhe von 380 000 Euro könnten nicht eingehalten werden, sagte Baunacher. Er rechnet mit einer Endsumme von 520 000 Euro, die jedoch begründet sei, wie er darstellte.