„Rund 30 Jahre hatte das alte Schlauchboot schon auf dem Buckel, so dass es altersbedingt ausgetauscht wurde“, beschreibt Steffen Kühnl den Grund für die Neuanschaffung. Das neue Schlauchboot mit Aluminiumfestrumpf hat eine Länge von 3,8 Metern und ist knapp zwei Meter breit. Mit seinem 25-PS-Yamaha-Motor ist es schnell und wendig und für den Einsatz in der mobilen Schnelleinsatzgruppe bestens geeignet. „Jede Sekunde zählt“, heißt es im Ernstfall. „Nessi“ hat gegenüber „Orka“, dem großen Rettungsboot der Wasserwacht Eltmann , einen entscheidenden Vorteil: Das handliche Schlauchboot ist gut zu tragen und kann auch dort zu Wasser gelassen werden, wo es keine Slipstelle gibt. Verladen auf einem Bootsanhänger, wird es hauptsächlich bei Notfällen in den heimischen Baggerseen eingesetzt. Dabei kommt das Schlauchboot auch in flachen Gewässern gut zurecht, denn es braucht weniger Tiefgang als sein „großer Bruder“.

Anschaffung vom Staat gefördert

Gut 25 000 Euro hat das neue Motorrettungsboot gekostet. Die Anschaffung durch die Wasserwacht , die dem Bayerischen Roten Kreuz angehört, wurde von staatlicher Seite gefördert.

Auch Bundestagsabgeordnete und Digitalministerin Dorothee Bär interessierte sich für das neue Rettungsmittel . Zusammen mit Tilman Kuban, dem Bundesvorsitzenden der Jungen Union , dem stellvertretenden JU-Bezirksvorsitzenden Thomas Siepak und JU-Kreisvorsitzender Steffi Hümpfner ging es mit den beiden Rettungsbooten hinaus auf den Main. Dabei erläuterte das Team der Wasserwacht Eltmann die Handhabung im Einsatzfall und die Vorzüge der zwei Boote. „Schwimmen ist der einzige Sport, der tödlich endet, wenn man es nicht kann“, sagte Bär, die einst Bezirksvorsitzender der Wasserwacht in Unterfranken war. Kinderschwimmkurse seien ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Wasserwacht .

„Im Landkreis Haßberge muss nach der Schließung des Zeiler Hallenbades dringend Abhilfe geschaffen und eine neue Schwimmstätte gebaut werden“, sagte Sands JU-Ortsverbandsvorsitzender Julian Müller, der auch Vorsitzender des Schwimmclubs Haßberge ist.

Bär bekräftigte ihre Anstrengungen, sich weiterhin für eine Förderung des Baus und des Betriebes von Schwimmbädern einzusetzen.