Zum traditionellen Heringsessen am Aschermittwoch traf sich der CSU-Ortsverband Herzogenaurach am Aschermittwoch im überfüllten Saal des Gasthauses Schuh in Dondörflein. Hauptrednerin war dabei Bürgermeisterkandidatin Sabine Hanisch. Sie wollte die Aspekte herausstellen, in denen sich die CSU von der politischen Konkurrenz "eindeutig und bedingungslos" unterscheidet.

Man müsse sich, um den politischen Gegner zu verstehen, notgedrungen mit dessen Wahlprogramm auseinandersetzen, "ob es einem gefällt oder nicht", erklärte Hanisch. So beginne das SPD-Wahlprogramm mit selbstbezogenem Schulterklopfen für das politisch Erreichte. Da stehe unter anderem in der Bilanz der letzten sechs Jahre geschrieben: "Große, teure Vorhaben erfordern viel Kommunikation, und sie gelingen nur, weil wir alle Bürger beteiligen und ihnen zuhören."

"Ich wusste gar nicht, dass die SPD so viel Humor hat, um sich dermaßen weitab von der Realität wahrzunehmen", meinte Hanisch schmunzelnd. Als ein Beispiel nannte sie das Baugebiet "In der Reuth", bei dem die Grundstückseigentümer aus der Presse erfahren hätten, dass ihre Grundstücke bebaut werden sollen. Und der Bürgermeister habe dazu festgestellt, dass folgende Reihenfolge politisch richtig sei: Erst die Entscheidungen im Rathaus hinter verschlossenen Türen fällen und die Planungen im stillen Kämmerlein fertigstellen und dann die Bürger über Medien informieren und ihre Einwände abwenden. "So geht Anhörung à la SPD. Wo bitte schön ist das die Bürgerbeteiligung?", fragte die Bürgermeisterkandidatin.

"Nicht mit Verboten überziehen"

"Der Mann ist auf Sendung, nicht auf Empfang", unkte Hanisch und brachte das Logo der SPD-Wahlplakate zur Sprache. Das Logo "4 plus 1" ähnele dem Kaufland-Logo, und Kaufland habe schließen müssen und in Herzogenaurach keine Zukunft mehr. Hanisch: "Mit unserem CSU-Herzoplan werden wir erreichen, dass sich die SPD in die gleiche Richtung entwickelt."

Ein Unterscheidungspunkt zur SPD sei auch die Belebung der Innenstadt. Im Gegensatz zu anderen politischen Kräften wolle die CSU die Stadt nicht mit Verboten wie Fahr- und Parkverboten und Fleischverzehrverboten sowie sonstigen Verzichtsforderungen überziehen. Deshalb müsse das Stadtmarketing professionalisiert, unabhängiger und kreativer werden. Die Stadt müsse botanisch und gastronomisch aufgepeppt werden. "Das wird eine meiner ersten Amtshandlungen, dafür werde ich sorgen", versprach die Bürgermeisterkandidatin.

Zur Innenstadt gehöre auch die Begrünung. "Wie ernst sollen wir die Grünen in Herzogenaurach eigentlich nehmen?" So hätten die Grünen über sechs Jahre Zeit gehabt, Bäume und Büsche in der Innenstadt zu pflanzen, und außer drei langweiligen Betontöpfen sei keine Begrünung zu erkennen. Dabei sei der CSU-Antrag "Für jedes Kind einen Baum" abgelehnt worden.

"Mit uns, der CSU, gehen vernünftige Umweltpolitik und Stadtbelebung Hand in Hand", erklärte Hanisch. Denn bei Umwelt- und Klimaschutz könnten nicht nur utopische Ideologien nachgeträumt, sondern es müsse das Interesse aller Beteiligten abgewogen werden.

"Umsatzeinbußen beklagt"

Zur Attraktivität der Stadt zähle auch eine weitere Verbesserung der Infrastruktur und eine noch bessere Anbindung an die Metropolregion. Dazu gehöre eine standardisierte Bewertung der Aurachtaltrasse, die bisher von Rot/Grün mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt worden sei.

Da sich die SPD bekanntlich als Interessenvertreter der "kleinen Leute", der Arbeitnehmer, sehe, sei es um die Interessenvertretung von Kleingewerbetreibenden in Herzogenaurach schlecht bestellt. Und seit der großen Baustelle und Sperrung des Hubmannparkplatzes klagten Gewerbetreibende über erhebliche Umsatzeinbußen. "Die SPD blinkt zwar traditionell ideologisch links, fährt aber in Herzogenaurach blindlings geradeaus", sagte Hanisch. Deshalb habe die CSU-Fraktion der Mehrheitsfraktion mit einer Vielzahl von Anträgen Hilfe angeboten, um eine bessere Politik für die Stadt zu machen.

"Ich bin nicht bereit, Herzogenaurach den Verbotsfanatikern, Spaßbremsern oder Verblendeten an den politischen Rändern zu überlassen", erklärte die Bürgermeisterkandidatin abschließend und bat um Unterstützung für die Wahl am 15. Februar.