Seit 1995 gibt es in Bayern den Buß- und Bettag nicht mehr als Feiertag. In Herzogenaurach wird er daher seit Jahren als ökumenische Feier begangen. In diesem Jahr stand der Buß- und Bettag in der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche unter dem Motto "Angst zerstört - Du aber lebe!". Unterstützt wurden die Organisatoren des Gottesdienstes, die Geistlichen Helmut Hetzel, Hans Pröger und Oliver Schürrle, durch den Ökumene-Ausschuss der Herzogenauracher Pfarreien.
Das Motto "Angst zerstört - Du aber lebe!" wurde auf vielfältige Weise thematisiert. Mit einem Lichtspot wurden die Akteure angestrahlt und tauchten dadurch mit ihren vorgetragenen Ängsten für kurze Zeit aus der dunkel gehaltenen Kirche auf.
Angesprochen wurde die Angst vor dem Sterben, dem Tod oder der Krankheit, gepaart mit der Sorge, nicht mehr selbstständig und selbstbestimmt leben zu können. Bewegend war auch die Angst vor der Terrorgefahr in unserem Land. Die Sorge um die Familie und die Kinder wurde ebenso thematisiert, genauso wie die Angst vor Versagen und Schwäche. Zu den Sorgen, die Menschen bewegen, zählen aber auch die Angst vor Fremden und die Islamisierung. Auf ein Gebet und Musik folgte eine Mediation: "Was alles macht Angst? Was lähmt, schließt ein?" Passend dazu wurde als Bibelstelle der Gang Jesu auf dem Wasser aus dem Matthäusevangelium gewählt. Jesus hatte sich nicht gefürchtet, sogar den Naturgesetzen getrotzt und war über das Wasser gewandelt.
In die Dunkelheit brachte die neu angezündete Osterkerze Licht, wie in der Osternacht. Die Predigt stand daher unter dem Motto: "Ermutigend, Angst zu überwinden!" Die musikalische Umrahmung mit Taizéliedern und der Orgel gaben der ökumenischen Wort-Gottes-Feier den passenden Rahmen. Eine kurze Lichterprozession der Anwesenden schloss sich an. Nach dem Gottesdienst waren die Anwesenden noch zu Tee und Knabbereien in das Foyer des Pfarrzentrums eingeladen.