Die Frage, ob man mobile Luftreinigungsgeräte für die Grundschule anschaffen soll, hat im Pinzberger Rat für Diskussionen gesorgt. So befasste sich das Gremium damit, was diese Geräte im Kampf gegen die Corona-Pandemie bringen würden.

Die Bürgermeisterin Elisabeth Simmerlein (FW) schlug vor, diese Luftreinigungsgeräte anzuschaffen, nachdem die Staatsregierung ein nochmaliges Förderprogramm aufgelegt hat. Die Schüler müssten sich möglicherweise im Herbst wieder teilweise auf Schule daheim einstellen im Fall von neuen Corona-Ausbrüchen, erklärte Simmerlein, vor allem wegen der Delta-Variante.

Lüftungsanlage wäre teurer

Einige Gemeinderäte äußerten in der Diskussion, dass die Luftfilter nicht vorteilhaft seien. Sie bevorzugen eine Lüftungsanlage, die Frischluft ansaugt und die verbrauchte Luft nach außen abführt. Dies wäre die beste Lösung, meinte auch Simmerlein, aber eine Lüftungsanlage sei nur mit hohem finanziellem Aufwand umzusetzen. Ratsmitglied Stefan Hack ( CSU ) fragte: „Müssen wir die Geräte überhaupt anschaffen? Wer gibt uns die Garantie , dass sie nicht im Keller landen, weil sie nicht benötigt werden?“ Hermann Greif ( CSU ) appellierte, der Anschaffung zuzustimmen, denn es wäre ein großer Imageschaden für die Gemeinde, wenn die Schule nicht aufmachen könne, weil der Gemeinderat die Luftfiltergeräte nicht wollte. „Unsere Kinder sollten es uns wert sein, da die Geräte eine unterstützende Maßnahme sind, um Aerosole in der Raumluft zu reduzieren. Gelüftet werden muss weiterhin, wenn auch nicht mehr so oft“, erklärte Simmerlein.

Der Förderbetrag pro Klassenraum beträgt 1750 Euro. In einem waren sich Bürgermeisterin und das Gremium einig: Präsenzunterricht sollte die Regel sein, auch wenn die Pandemie noch nicht vorbei sei. Einstimmig befürworteten die Räte die Anschaffung von mobilen Luftfilteranlagen.

Weiter ging es um das Thema Trinkwasserbrunnen. Trinkwasser sei eine gesunde und umweltfreundliche Alternative zu den vielen Einwegwasserflaschen, und so entschied sich der Gemeinderat , am Sonderprogramm „Kommunale Trinkbrunnen“ teilzunehmen. Ziel ist es, zu vermitteln, dass Trinkwasser wertvoll und schützenswert ist. So würden öffentliche Trinkbrunnen an gut frequentierten Wegen mit Infotafeln auf den hohen Wert von Trinkwasser und die Notwendigkeit, es zu schützen, hinweisen, sagte die Bürgermeisterin . Förderfähig sind höchstens zwei Trinkbrunnen je Gemeinde, ergänzte Simmerlein.

Trinkwasser bei Marienkapelle

Der Trinkbrunnen mit Infotafel muss mindestens zwölfeinhalb Jahre betrieben werden. Eine Stilllegung während der Winterzeit ist förderunschädlich. Die Förderung pro Trinkbrunnenprojekt beträgt 90 Prozent. Trotz so mancher Skepsis stimmte das Gremium zu und beschloss, den Trinkwasserbrunnen im Garten der Marienkapelle zu installieren, da dort viele Wanderer auf dem Jakobsweg vorbeikommen.