Die Gemeinde Poxdorf baut einen neuen Kindergarten östlich der Schule. Der Alte im Westen soll nach Bezug des Neuen abgerissen werden. Dadurch wird ein langer Geländestreifen frei. Er soll mit Wohnhäusern bebaut werden. Der Verkaufserlös soll der Finanzierung der neuen Kita dienen.

Dazu legte die Planungsgruppe Strunz einen Entwurf vor. Platz ist für fünf Baurechte. Der Rat entschied sich mehrheitlich für drei Doppelhäuser und zwei Einzelhäuser. Für Letztere sind die Baufenster so groß, dass bis zu sechs Wohnungen entstehen könnten. Die Festlegungen des Bebauungsplans sind recht großzügig: Alle Dachformen und auch große Gauben sind zulässig. Die Dachform der Doppelhäuser soll durch die des jeweils ersten Bauantrags festgelegt werden und für den Nachbarn verbindlich sein. Festgelegt wurde aber, dass keine Stein- und Kiesgärten zulässig sein sollen. Die sechs Meter auf sechs Meter großen Doppelgaragen sollen auch für den dicksten SUV ausreichen. Ausdrücklich wurde ein Hinweis aufgenommen zur Beratungs- und Fördermöglichkeit für ökologisches Bauen, zum Beispiel beim Landratsamt. Angeblich, so wurde diskutiert, gibt es etliche Interessenten im Ort, die altersbedingt ihre Häuser aufgeben und in Mietwohnungen ziehen wollen. Allerdings wurde ins Feld geführt, dass die Lage zwischen Schule und einem großen Gartenbaubetrieb für Senioren nicht optimal sein könnte. Man rechnet eher mit Interesse von Familien mit Kindern.

Wendehammer notwendig

Für sie könnte dagegen die Zufahrt ein Problem darstellen. Von der Schulstraße soll ein Stich nach Süden führen, der über einen verschwenkten Fußweg in der Straße Am Anger endet. Das ist der auf dem Schulgelände vorhandenen Laufbahn geschuldet, die erst fast an der Grenze des Kindergartengrundstücks endet. Deshalb muss ein Wendehammer gebaut werden. Er soll zugleich die Zufahrt zu einem Stellplatzareal bilden, das insbesondere für die Nutzung der Turnhalle als Versammlungsstätte notwendig ist.

Nach den existierenden Bauplänen ist die Halle für 500 Stehplätze ausgelegt. Dafür müssen rund 50 Parkplätze geschaffen werden. Zudem wurde für das Schulhaus, als dort noch eine Hauptschule war, ein Stellplatzbedarf von 27 festgelegt – aus heutiger Sicht überdimensioniert. Denn in der Schule sind nur mehr acht Grundschulklassen und dementsprechend weniger Lehrkräfte, und die Halle lässt sich nur mit 200 bis 300 Stühlen bestücken, selbst wenn die Theatergruppe vor vollem Haus spielt. Bürgermeister Paul Steins ( CSU ) benannte als Aufgabe: „Was brauchen wir heute?“ Dazu müssten vor allem die neue Kita und die Grundschule bewertet werden. „Ich will keine 78 Stellplätze da draußen haben“, machte er seine Meinung deutlich.