Der Gemeinderat Wiesenttal beschloss in seiner jüngsten Sitzung eine neue Haushaltssatzung, weil die Summe der Kassenkredite erhöht werden muss. Einen Tag nach dem ursprünglichen Beschluss erhielt man von der Regierung die Mitteilung, dass eine für Jahresende anvisierte Teilauszahlung der hohen Zuschüsse für die Ertüchtigung der Trinkwasserversorgung nicht mehr 2021 ausgezahlt werden wird. Es kann aber sein, dass im vierten Quartal Rechnungen der Baufirmen zu bezahlen sind.

Eine Buckelpiste sanieren

Ein weiteres Projekt nimmt Wiesenttal in Angriff: die Ortsstraßensanierung. Dazu hat man vor Jahren schon eine Prioritätenlisten nach Schadensstand aufgestellt. Ganz oben auf dieser Liste steht die Straße zwischen Oberfellendorf und Albertshof. Bürgermeister Marco Trautner (FW) ist sie kürzlich abgeradelt und hat die schlimmsten Schadstellen fotografiert. Es sieht dort übel aus: tiefe Schlaglöcher, lange Risse, Schäden am Bankett. Diese stammen zum Teil auch von breiten landwirtschaftlichen Maschinen , denn die Ortsverbindung ist teilweise nur 4,4 Meter breit.

Trautner will sich demnächst mit der Regierung besprechen, ob es Fördermöglichkeiten gäbe, weil es um Substanzverbesserung und teilweise Verbreiterung geht. Zum geförderten Kernwegenetz dürfte diese Straße aber nicht zählen. Zweiter Bürgermeister Konrad Rosenzweig ( CSU ) warnte aber vor einer Entwicklung wie bei der Haager Brücke . Wegen der Förderung muss sie für 30 Tonnen ausgebaut werden. So dürfte der Eigenanteil Wiesenttals höher ausfallen als die Ertüchtigung für die wenigen Fahrzeuge, die in den Weiler Haag müssen, eigentlich gekostet hätte.

Pandemie erschwert die Arbeit

Die Diakonie führt in Wiesenttal ein Pilotprojekt zur dörflichen Zukunft durch. Wegen der Pandemie kamen die Aktivitäten der Quartiermanagerinnen zum Erliegen. Seit April ist nun Karin McWatt dafür zuständig; ihr Arbeitsplatz ist im Rathaus angesiedelt. Sie muss derzeit allerdings mit nur wenigen Bürgerantworten aus einem Fragebogen arbeiten. Er sollte die Quelle sein, um die Nachbarschaften zu stärken. Der Wunsch nach besserer Kommunikation innerhalb der Gemeinde lässt sich dennoch herauslesen. Dazu will sie eine Usergruppe auf einer sicheren Plattform ins Leben rufen.

Martin Polster (BFMW) schilderte die Situation in Birkenreuth, wo keine Dorfgemeinschaft mehr existieren soll. Für das neu renovierte Schulhaus soll aber bürgerschaftliches Engagement gefunden werden.

Er und Günter Schürer ( CSU ) sprachen auch die nicht mehr gesicherte Seelsorge an, vor allem wenn die evangelische Pfarrei Wüstenstein mit denen in Aufseß und Heiligenstadt zusammengelegt werden soll. Wenn schon, dann sollte es Muggendorf oder Streitberg sein.