Die Skulpturenpromenade an der Wiesent in Waischenfeld ist seit der 700-Jahr-Feier zur Stadterhebung 2015 ein Anziehungspunkt nicht nur für Kunst- und Kulturliebhaber. Jetzt ist die Skulpturenpromenade dank der Waischenfelder Künstlerin Elvira Gerhäuser anlässlich der Waischenfelder Glaskunsttage um ein besonderes Glaskunstwerk reicher geworden.

„Rotierender Glasfarbzauber“ heißt das von Elvira Gerhäußer geschaffene Kunstwerk , das nun von der Künstlerin, ihrem Ehemann und Waischenfelds Ehrenbürger Heinz Gerhäuser, Bürgermeister Thomas Thiem ( CSU ) und dem Schirmherr des heuer stattfindenden Festjahres „900 Jahre erste urkundliche Erwähnung von Waischenfeld “, Anton Adelhardt, enthüllt wurde.

60 Dreiecke aus Glas

Das neue Glaskunstwerk ist ein großes Rad aus 60 Farbglasdreiecken, die von der Möhrendorfer Firma Edelstahlverarbeitung Mader in Edelstahl gefasst wurden und von den Wanderern auf der Waischenfelder Uferpromenade von Hand gedreht werden kann, so dass die Formen und Farben verschwimmen. Ideengeber war, wenn man so will, der griechische Philosoph Heraklit von Ephesos ( geboren um 520 v. Chr., gestorben um 460 v. Chr.), der den Ausspruch „pantha rhei“ begründete, was frei übersetzt im Deutschen so viel heißt wie „alles fließt, alles bewegt sich, alles verändert sich“.

Einzigartig in der Fränkischen Schweiz

Das Glasrad hat einen Durchmesser von 140 Zentimetern, ist kugelgelagert und dreht sich um die eigene waagrechte Achse. Es lädt dazu ein, es in Bewegung zu versetzten. Bürgermeister Thiem dankte Elvira Gerhäuser und auch ihrem Mann, dass diese sich der Herausforderung annahmen, dieses einzigartige Kunstwerk zu schaffen. Die Stadt selbst beteiligte sich wegen ihrer klammen Kassenlage nur mit einem kleinen Entschädigungsbetrag an diesem Kunstwerk , das von Elvira Gerhäuser mit enormem zeitlichen und finanziellen Aufwand für die Allgemeinheit geschaffen wurde. Es bereichert die den in der Fränkischen Schweiz einzigartigen Skulpturenweg.

Wie Heinz Gerhäuser, einer der Väter des MP3-Formats, ankündigte, soll das neue Kunstwerk nachts auch noch mit einer LED-Solarlampe von unten her beleuchtet werden. Bürgermeister Thomas Thiem betonte, dass es geradezu ein Glücksfall für Waischenfeld sei, dass die Gerhäusers einst ihre Wahlheimat in dem Waischenfelder Ortsteil Saugendorf gefunden hatten. So kam nicht nur ein Standort des Fraunhofer-Instituts nach Waischenfeld , sondern das Fachwerkstädtchen an der Wiesent wurde inzwischen auch Glaskunstzentrum der Fränkischen Schweiz.