Die Feuerwehr Seelach zeichnete Alfons Graf für 70 Jahre und Heinrich Jakob für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit aus. Vorsitzender Stefan Fößel und Kommandant Thomas Jakob dankten beiden für das langjährige Engagement und die Zugehörigkeit mit einer entsprechenden Urkunde.

Vorsitzender Stefan Fößel sprach in seinen Bericht von einem Jahr, das von einigen Turbulenzen geprägt sei. Bei der letzten Jahreshauptversammlung haben die älteren Kommandanten ihr Amt niedergelegt. Da beide nicht umzustimmen waren, musste man die Entscheidung akzeptieren und zwei Nachfolger suchen. Mit Thomas Jakob und Andreas Herrmann habe man schließlich zwei fähige Männer gefunden, welche sich auch bereiterklärten, die notwendigen Ausbildungen an der Feuerwehrschule abzulegen.

Zweiter Vorsitzender Klaus Limmer hatte im vergangenen Jahr den Vorsitzenden krankheitsbedingt vertreten, dann aber seinen Posten niedergelegt. Als Nachfolger wurde der langjährige Kommandant Jürgen Seemann einstimmig gewählt. Weiterhin habe man auch vom Verkauf des Jugendheimes erfahren. Damit fehlt in Seelach ein zentraler Punkt des öffentlichen Lebens. Die Faschingsparty und der Kinderfasching fallen dieses Jahr mangels Räumlichkeiten aus.

Um die Dorfgemeinschaft zusammenzuhalten, plant man als Ersatz für die Faschingsparty am 23. Februar eine Busfahrt zum Fasching der Eibenberger Feuerwehr in die Kronachtalhalle nach Steinberg. Für die Zukunft hat man der Stadt vorgeschlagen, dass in der alten Schule eine nachträglich eingezogene Wand wieder herausgerissen werden soll. Dadurch hätten die Seelacher einen größeren Raum, in dem Jahreshauptversammlungen, Kinderfasching oder sogar ein Tanz abhalten werden könnten. Als einen Höhepunkt des Feuerwehr-Jahres bezeichnete der Vorsitzende die durchgeführte Wanderung.

Kommandant Thomas Jakob berichtete von 20 Übungen seiner aktiven Wehrmänner. Die Anzahl der aktiven Feuerwehrleute betrage derzeit 28. Einige würden die Übungen aber nicht mehr besuchen, so dass man in diesem Jahr die Mannschaft neu ordnen muss. Die Übungen sind wichtig, damit man im Ernstfall auch gut helfen und mit den anderen Wehren zusammenarbeiten kann. Erstmals wurde unter der Leitung des neuen Kommandanten die Besichtigung durch die Kreisbrandinspektion durchgeführt. Etwas aufgeregt sei man gewesen, am Ende habe aber alles geklappt, zeigte sich der Kommandant zufrieden.

Von der Stadt hat man signalisiert bekommen, dass die Tragkraftspritze in den nächsten ein bis zwei Jahren und das Tragkraftspritzenfahrzeug in den nächsten vier bis fünf Jahren ersetzt wird. An Einsätzen, so Jakob, habe man neun verzeichnet, wobei sieben technische Hilfeleistungen und zwei Brandeinsätze zu Buche schlugen.

Mit seinen drei Nachwuchskräften zeigte sich Jugendwart Thomas Kessel zufrieden. Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann zeigte sich über die stabile und verlässliche Arbeit der Wehr erfreut. Auf den hohen Stellenwert der kleinen Wehren, die meist über den Feuerwehrdienst hinausgehen, ging Kreisbrandinspektor Matthias Schuhbäck ein. Die kleinen Wehren sind sowohl für den Erstangriff als auch zur Unterstützung der Stützpunktwehren sehr wichtig, sagte Schuhbäck. Michael Wunder