wolfgang Desombre Die Vereinsanlage der Eisenbahnfreunde und Modelleisenbahner "Friedberg" Suhl ist seit vielen Jahren am Wachsen. Die Anlage ist am Samstag, 27., und Sonntag, 28. Oktober, jeweils von 9.30 bis 17 Uhr in der Domäne Rödental zu sehen. Die Modellbahnfreunde Rödental veranstalten anlässlich der 26. "Faszination Eisenbahn" wieder einen bunten Mix aus faszinierenden Modellbahnanlagen in den verschiedensten Spurweiten.

Der Anlagenteil "Gehlberg", der dann auch gezeigt werden wird, ist komplett neu entstanden. Das Thema der Anlage ist eine zweigleisige, nicht elektrifizierte Hauptbahn ohne konkretes Vorbild. Im kleinen Bahnhof "Wendelstein" zweigt eine ins Gebirge führende Nebenbahn ab. Diese wird auf einem Teil ihres Streckenverlaufs von einer Schmalspurbahn mit genutzt. Sie endet in der ausgestellten Variante im Bahnhof "Westend". Auch die Anlage wird mittels PC gesteuert. Es kommen Fahrzeuge der Deutschen Reichsbahn der Epoche IV, wie sie in den 70er und 80er Jahren im Thüringer Wald anzutreffen waren, zum Einsatz.

Auch die Eisenbahnfreunde aus Kulmbach sind mit einer PC-gesteuerten Anlage in Rödental vertreten. Regional haben sich die Rödentaler auch Unterstützung ihrer langjährigen Freunde aus Grub am Forst von den "Grüber Gartenbahnfreunden" geholt. Diese lassen den Besucher in die Vielfalt des "Harzer Schmalspurbahnverkehrs" eintauchen. Zum ersten Mal in Rödental dabei ist am kommenden Wochenende auch der Modellbahnclub aus Baiersdorf/Erlangen. Er präsentiert sich mit seiner neuen Nebenbahnanlage.

Die 26. Faszination Eisenbahn wird auch in diesem Jahr eine große Besucherschar in ihren Bann ziehen, ist sich der Vorsitzende Rainer Gillde sicher. Die Anlage "Außenkurve HO" der Rödentaler Modellbahnfreunde besticht mit ihrer lieblichen Fachwerkstatt, umgeben von einer Mittelgebirgslandschaft. Die eingleisig analoge Gleichstromanlage erfreut durch ihren großzügigen Schattenbahnhof und den dreigleisigen Bahnhof, der in einem 180-Grad-Bogen gebaut ist. Auf der Anlage ist ein Faller Car System mit einem vollfunktionsfähigen Bahnübergang, der durch den Zug wie im Original ausgelöst wird, verbaut. Die Anlage hat eine Größe von sechs mal neun Metern und spielt in den Epochen 3 und 4. Die Rödentaler Modellbahnfreunde freuen sich darauf, den Besuchern die Anlage nach drei Jahren und nach kompletter Überarbeitung wieder einmal präsentieren zu können.

Auch die Digitalisierung schreitet stark voran. Im Modellbau gibt es fast nichts mehr, was nicht auch schon digital geht, so auch die neue Anlage des Vereinskollegen Frank Weidenhammer. Er baut in der Spur Z, aber, was noch verblüffender ist: das Ganze wird digital mit BIDIB und ITrain computergesteuert.

Es grenzt an ein Wunder, wenn so eine kleine Lok auf 6,5 Millimetern Spurbreite fährt und nur etwa neun Zentimeter lang und circa 1,3 Zentimeter breit ist. Es ist beachtlich, dass der Lokdecoder in so eine kleine Lok passt. Auch die Vernetzung zwischen den einzelnen Komponenten, zum Beispiel Handregler und App-Steuerung mittels Smartphones und Tablet wird gezeigt.

Ein Highlight der Anlage ist sicher der zehngleisige Schattenbahnhof. Aber auch die Landschaft mit einem großen Tal und einer dreiteiligen Kastenbrücke ist mehr als beeindruckend. Es gibt auch einen Infopoint zur Digitalisierung von Modellbahnen. Die Rödentaler Modellbahnfreunde haben sogar einen 3-D-Drucker, der Thorsten Kühne gehört. Im Freigelände wird demonstriert, wie eine Dampfmaschine arbeitet. Auch die beliebte 5-Zoll-Eisenbahn zum Mitfahren ist wieder im Freien aufgebaut. Für Schnäppchenjäger gibt es auch in diesem Jahr einen Modellbahnflohmarkt und eine Spielanlage für die jungen Besucher. Bei einer Tombola sind tolle Preise zu gewinnen. Für Speisen und Getränke sorgen die Damen des Vereins in ihrem "Speisewagen". Mehr Informationen gibt es auf www.modellbahnfreunde-roedental.de.