Die Verkehrsanbindung der Rangen-Ortschaften für den landwirtschaftlichen Verkehr scheint für die Gemeinde Ködnitz zunehmend zu einem Problem zu werden, denn die Zufahrten über Ebersbach, die Innerortsstraße Mühlbach in Ködnitz und den Reisighofweg sind alles andere als optimal.

Dennoch zeigte Geschäftsführer Werner Friedlein vom Maschinenring Kulmbach bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend auf, dass die mittlerweile übergroßen Fahrzeuge in der Landwirtschaft nicht das Problem seien, sondern vielmehr die Breite der öffentlichen Straßen und Wege, die seiner Meinung nach im Idealfall eine Fahrbahnbreite von vier Metern haben sollten. Die Zeiten, als ein landwirtschaftlicher Betrieb lediglich mit einer zu bewirtschaftenden Fläche von 25 Hektar auskam, sind nach den Worten von Friedlein längst vorbei, und mit den ständig wachsenden Betrieben habe auch die Fahrzeugtechnik in der Landwirtschaft zugenommen.

Die Zufahrt über Ebersbach zum Listenbergweg werde durch eine sehr enge, kurvenreiche Ortsdurchfahrt und eine enge Auffahrt erschwert, und beim Mühlbach stellten die verlegten Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die dort parkenden Fahrzeuge ein Problem für den landwirtschaftlichen Verkehr dar.

Der Reisighofweg in Ködnitz werde nach der Abzweigung an der Staatsstraße in einem Teilbereich durch das Lichtraumprofil eingeschränkt. Als eine noch vertretbare Verkehrsanbindung gilt nach den Worten von Geschäftsführer Friedlein die Zufahrt über den Mühlbach. Dass sich hier der Bodendruck der Fahrzeuge als ein Problem erweisen soll, entkräftete Friedlein. So stehe laut einem Merkblatt des Fachzentrums für Land- und Ernährungswirtschaft und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft fest, dass die zunehmend breiteren Reifen in der Landwirtschaft einen niedrigeren Bodendruck ausüben als herkömmliche schmale Reifen.

Willi Kolb (SPD) machte deutlich: "Ich habe nichts gegen die Bauern, aber unsere Wege sind nicht in dem Zustand, wie sie sein müssten." So sah es auch Melanie Schieber (CSU): "Die Fahrbahn von Ebersbach nach Listenberg hat nicht die erforderliche Breite für den landwirtschaftlichen Verkehr."

Michael Heisinger sprach sich dafür aus, die Barrieren mit den abgestellten Fahrzeugen im Mühlbach künftig zu verhindern und die eine Engstelle zu entschärfen. Für Reinhard Kortschack (FW) ist klar, dass es sich bei allen Straßen um öffentliche Erschließungsstraßen handelt, und deshalb dürfe hier der landwirtschaftliche Verkehr nicht eingeschränkt werden.

Bürgermeisterin Anita Sack (FW) erklärte, die Gemeinde wolle über das Förderprogramm "Kernwegenetz" einen Ausbau des Reisighofweges beantragen und auch vornehmen.

Varianten für den Kindergarten

Die Entscheidung, ob an der Kindertagesstätte in Fölschnitz ein Neubau oder nur ein Anbau entsteht, geht jetzt in die "heiße Phase". Bürgermeisterin Sack gab bekannt, dass kürzlich bei einer Sitzung des Bauausschusses mit Vertretern der evangelischen Kirche Untersteinach, der Kita-Leitung und dem Elternbeirat die vom Gemeinderat in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie im ersten Entwurf durch Architekt Johannes Müller vom Architekturbüro H2M aus Kulmbach vorgestellt worden sei. Es seien jeweils drei Varianten für einen Neubau und einen Anbau erarbeitet worden. Der Bauausschuss habe sich dabei auf zwei Varianten für den Neubau und eine Variante für einen Anbau festgelegt. Bei der Juli-Sitzung würden die drei Varianten mit einer Kostenermittlung dem Gemeinderat vorgestellt.

Zu Beginn der Sitzung war Walter Spindler, der von 1996 bis 2002 für die Freien Wähler Fölschnitz dem Gemeinderat angehörte und kürzlich überraschend gestorben war, ein stilles Gedenken gewidmet worden.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Bürgermeisterin Anita Sack bekannt, dass das Ingenieurbüro Baur-Consult aus Haßfurt mit der Planung für die Regenerierung des Tiefbrunnens in Ebersbach beauftragt worden sei. Die Planung für die Wasserversorgung von Pinsenhof nach Haaghof werde das Büro A + I, Neudrossenfeld, übernehmen, und die Asphaltarbeiten in Heinersreuth habe die Firma Guttenberger Straßenbaugesellschaft erhalten.