Wachenroth — Als Josef und Gunda Kreiner heirateten, stand in Wachenroth noch das alte Torhaus, in dem sich das Standesamt befand. Dort wurden sie von Bürgermeister Thomas Ehrbar getraut. In der Kirche Sankt Gertrud traute der damalige Pfarrer Marianus Reichel das Brautpaar. Jetzt konnten die Eheleute in ihrem Haus in der Reumannswinder Straße das Fest der Goldenen Hochzeit feiern.
Am Hochzeitstag sei das Wetter genauso schön gewesen wie in diesen Tagen, erinnern sich die Jubelhochzeiter. Kennengelernt hatten sie sich beim Tanzen in Sambach. "Beim Schütz im Saal spielte die Dixie-Band", wissen beide noch ganz genau. Auch, dass es zwischen ihnen gleich "gefunkt" hat.
Die Familie des Bräutigams war 1946 aus dem Sudetenland gekommen und hatte in Wachenroth eine neue Heimat gefunden. Josef Kreiner erlernte den Beruf des Schreiners. Später arbeitete er im Zimmermannsbetrieb Hemmerlein in Lach. 1974 wechselte er zur Bundesbahn. Seine Frau Gunda arbeitete 27 Jahre lang als Hausmeisterin in der Wachenrother Schule. Die beiden haben einen Sohn und eine Tochter, fünf Enkelkinder und drei Urenkel. Zur Freude der Großeltern kam Enkelin Lisa-Marie noch am Tag der Goldenen Hochzeit mit drei Urenkelkindern aus Texas/USA angereist.
Die Eheleute Kreiner machen immer wieder gerne ein paar Tage Urlaub im Thermalbad Birnbach. Zunächst will Gunda Kreiner mit Enkeln und Urenkeln einen Kurzurlaub in der Rhön verbringen. Die Glückwünsche der Gemeinde Wachenroth übermittelte Dritter Bürgermeister Lorenz Dietsch.