Jennifer Hauser

Ein Drittel der Eltern der Kinder vom Carl-Zeitler-Kindergarten waren am Mittwochabend zum Elternabend gekommen. Geladen hatte Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) gemeinsam mit Kindergartenleiterin Barbara Heindel zu einem Abend, der sich, wie Pressesprecherin Britta Kaiser erklärt, nur um ein Thema drehte: die Formaldehyd-Belastung in der Erziehungseinrichtung.


Alle Fragen gestellt

Außer OB Kirschstein, der Kindergartenleiterin und ihren Mitarbeitern waren Christiane Fleischmann (Ärztin und Leiterin des Gesundheitsamts) sowie Stefan Voigt (Leiter der Firma Geocon) vor Ort, um den besorgten Eltern Rede und Antwort zu stehen. "Es war fast wie eine Sprechstunde", schaut Britta Kaiser auf den Abend zurück. "Die Eltern konnten sämtliche Fragen zu dem Thema stellen, die sie auf dem Herzen hatten, und Frau Fleischmann hat alles ausführlich beantwortet."
Aus den Reihen der Eltern sei dann auch ein Vorschlag gekommen, der sofort umgesetzt wurde: Die Eltern baten darum, sogenannte Raumluftwäscher zu kaufen. Gleich am Donnerstag veranlasste Kirschstein die Anschaffung von drei dieser Luftwäscher, damit in jedem der Kindergartenräume ein Gerät aufgestellt werden kann.
"Es handelt sich dabei um modernste Nachfolgegeräte mit neuester Technik, die die Herstellerfirma gerade zur Marktreife gebracht hat", so Kaiser. Die Geräte würden nicht mit Filtern, sondern mit Wasser arbeiten. Der gesamte Elternabend sei ruhig und sachlich abgelaufen, erklärt die Pressesprecherin der Stadt weiter: "Die Lüftungsmaßnahmen, die aktuell greifen, sind nur eine Zwischenlösung, Oberbürgermeister Kirschstein möchte das Problem aber natürlich grundsätzlich lösen." Deshalb werde weiter nach der Quelle des Formaldehyds gesucht. "Aber der Gutachter Herr Voigt hat den Eindruck gemacht, dass das nur eine Frage der Zeit sei", sagt Kaiser, "und sobald wir die Quelle gefunden haben, werden wir sie ausbauen."