Heinz Schubert aus Eichenbühl scheidet am 30. April nach 42 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit aus dem Gemeinderat Weißenbrunn aus. Er kandidierte bei den Kommunalwahlen am 15. März nicht mehr für das Gemeinderatsgremium. Der 72-Jährige will die Kommunalpolitik jüngeren Leuten überlassen.

Heinz Schubert gehört seit 1978 ununterbrochen dem Gemeinderatsgremium Weißenbrunn an. Sieben Mal wurde er von den Bürgern im Bierdorf in das Gremium gewählt. Im Gespräch mit unserer Zeitung zählt er außerdem fünf Bürgermeister auf, die in dieser Zeit die Geschicke der Kommune lenkten. Schon 1972 trat er als Kandidat der Jungen Union (JU) an und wurde in den Kreistag gewählt. Als 24- Jähriger war er damals jüngstes Mitglied im Kreistag. Starker Unterstützer von ihm war damals Heinz Hausmann, der ihn dazu bewegte, einen JU-Ortsverband in Weißenbrunn zu gründen. Dem Kreistagsgremium gehörte der Eichenbühler Landwirt bis 1984 an.

1978 gründete er vor den Kommunalwahlen einen CSU- Ortsverband in Weißenbrunn. Auf Anhieb zog er ins Gremium mit drei weiteren Mitstreitern ein. Von 1978 bis 2014 war er Fraktionssprecher der CSU und gehörte seither dem Bau- und Umweltausschuss an. Der erfolgreiche Landwirtschaftsmeister war jahrzehntelang ehrenamtlich engagiert. Begonnen hat er schon als 17-Jähriger in der evangelischen Landjugend, wo er Bezirksvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender war. Auch als Jugendschöffe am Amtsgericht Kronach, später am Amtsgericht Coburg für landwirtschaftliche Angelegenheiten, engagierte er sich. Zehn Jahre war er der Vorsitzende des Verbandes landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen im Kreis Kronach. Er ist heute noch Feldgeschworener und war einige Jahre Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Hummendorf-Eichenbühl-Reuth. Annähernd ein Vierteljahrhundert war er bis Februar 2016 im Meisterprüfungsausschuss Oberfranken für Landwirtschaftsmeister.

Als eine seiner größten Leistungen sieht er die Flurbereinigung, in der er ab 1973 örtlicher Beauftragter war. Es gehörten die heutigen Gemeindeteile Gössersdorf und Wildenberg noch nicht zu Weißenbrunn. Sein Heimatort Eichenbühl nahm teil am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft". Die Eichenbühler Dorfgemeinschaft wurde ihrem Ortsnamen gerecht, pflanzte 50 Eichen und es entstand in herrlicher Landschaft eine idyllische Eichenallee. Heinz Schubert war noch nicht im Gemeinderat, als er im Zuge der Flurbereinigung den Antrag stellte, den Ortsverbindungsweg nach Reuth auf 4,50 Breite auszubauen, als gute Verbindungsstraße für den Schulbus, was auch Realität wurde.

Mehrere Male stellte er den Antrag, den Bürgermeister auf Ehrenamtsbasis zu wählen, sei aber an SPD und FW gescheitert. Natürlich, so sagt er schmunzelnd, werde er sich nicht so einfach zur Ruhe setzen. In seinem Landwirtschaftsbetrieb, der einem kleinen Unternehmen mit mehreren Beschäftigten gleicht, ist er tagtäglich als Springer unterwegs. Am liebsten ist er bei den Rindern auf den insgesamt acht Weiden. Am frühen Morgen ist seine tägliche Arbeit am Tablet die Tageszeitung zu studieren. eh