Sich sicher zu fühlen ist wichtig. Organisatorin Elfriede Kerker bietet daher zwei Sicherheitsvorträge mit der Kripo beim VdK-Gesundheitsforum in Haßfurt an. Den Anfang machte Roland Schmied von der Kriminalpolizei Schweinfurt mit der Einbruchsicherheit. Am 13. April geht es um Betrügereien wie den "Enkeltrick".
Überrascht oder schuldbewusst schaut mancher, als der Kriminaloberkommissar meinte, dass "ein gekipptes Fenster ein offenes Fenster" ist oder dass "man eine Haustür mit Mehrfachverriegelung auch mehrfach verriegeln, also den Schlüssel öfter als einmal umdrehen muss".
Er beschrieb die nachträgliche Sicherung von Kellerfenstern oder Terrassentüren bis hin zu technischer Ausrüstung. Licht ist wichtig: Bewegungsmelder außen am Haus und Zeitschaltuhren im Haus. Die meisten Einbrüche geschehen nämlich zwischen Oktober und März zwischen 17 und 20 Uhr.
Aufmerksame Nachbarn seien hilfreich, vor allem weil sie als Zeugen zur Festnahme von Tätern beitragen können, beschrieb Schmied. Vor allem können sie dafür sorgen, dass der Briefkasten nicht überquillt, oder dass die Rollläden nicht zwei Wochen lang geschlossen sind. Wichtig sei auch das eigene Verhalten. Auf den Anrufbeantworter zu sprechen oder in sozialen Netzwerken zu posten, dass gerade die Wohnung oder das Haus leer steht, sei nicht sehr clever. Versicherungen verweigern übrigens die Schadensregulierung, wenn der Eigentümer den Einbruch begünstigt hat, etwa durch Nachlässigkeit beim Abschließen - oder durch den hinterlegten Schlüssel.
Grundsätzlich sei alles sinnvoll, was einen Einbruch erschwert oder was Geräusche erzeugt. Denn "im Durchschnitt probiert es ein Einbrecher drei Minuten. Wenn er dann nicht reinkommt, gibt er auf", sagte Schmied. Und Geräusche mag ein Gauner überhaupt nicht.
Weil Wohnungseinbrüche dramatisch zunehmen, hat die Bundesregierung sogar ein Förderprogramm für Einbruchsicherung beschlossen: 20 Prozent Zuschuss soll es geben auf Investitionen zwischen 500 und 1500 Euro. Die Teilnehmer konnten sich Informationsmaterial mitnehmen, außerdem verwies Dietmar Dömling auf die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle in Schweinfurt, die er betreut, und auf die Internetseiten www.polizei-beratung.de und www.k-einbruch.de.
Die VdK-Vortragsreihe wird am Mittwoch, 16. März fortgesetzt. Dr. Klaus Bernreuther aus Zeil referiert über "Hilfe bei chronischen Schmerzen - alles über die Schmerztherapie". sw