von unserem Redaktionsmitglied Ralf Kestel

Ebern — Erfreulicheres wusste Eberns Bürgermeister jürgen hennemann (SPD) über die Entwicklungen im Freibad zu berichten: Dort seien durch eine gute Regulierung der Technik die Betriebskosten deutlich gesenkt worden.
Bademeister Klaus Hanke setze die neue Solaranlage so sinnvoll ein, dass über 100 000 kW/h Strom eingespart wurden, was fast 10 000 Euro entspreche. Durch die neuen Eintrittspreise seien 2000 Euro mehr eingenommen worden. "Es ist sehr erfreulich, wenn wir so weiterfahren können", sagte Hennemann.
Auch an anderer Stelle wurde in der Stadtverwaltung genau gerechnet: Bei den Kosten für die Gemeindediener. "Die werden wir nicht mehr für ihre bisherigen Tätigkeiten einsetzen", verkündete Hennemann den entsprechenden Beschluss, der im Hauptausschuss des Stadtrates nach Vorschlag aus der Verwaltung gefällt worden war. Den Begriff "Kündigung" wollte der Bürgermeister in diesem Zusammenhang nicht gelten lassen.
Die Mindestlohn-Problematik sei bei dem Beschluss nur das i-Tüpfelchen gewesen, so Hennemann. Pauschale Vergütungen seien eben nicht mehr möglich. "Der Aufwand von 18 000 Euro im Haushalt passt einfach nicht mehr, weil der Arbeitsaufwand zurückgegangen ist." Trotz des Austragens des Amtsblattes "Der Türmer" durch einen Verteildienst spare die Stadt immer noch 12 000 Euro ein.

Undichte Stellle?

Hennemann hatte in einer Pressemitteilung gemutmaßt, einzelne Stadträte seien mit der Informationen vorgeprescht, revidierte diesen Anwurf jedoch inzwischen wieder. Mittlerweile sei, so Hennemann, die undichte Stelle andernorts geortet worden. "Die Informationen kamen aus dem Kreis der Gemeindediener selber." Einige seien bei Besuchen in der Verwaltung von der neuen Situation nämlich schon in Kenntnis gesetzt worden, ehe die Mitteilung offiziell publik gemacht wurde.