Kaum war die Skaterbahn am Jugendtreff "Dragon" in Haßfurt kurz nach Ostern fertig gestellt, wurde sie schon von den Kindern und Jugendlichen in Besitz genommen. Doch Bürgermeister Günther Werner (FW) ließ es sich nicht nehmen, die Anlage zusammen mit den Jugendbeauftragten des Stadtrats, Stefanie Schilling, Sven Schnös und Jürgen Bätz, offiziell zu eröffnen. Denn immerhin hat die Stadt 50 000 Euro, jeweils 25 000 Euro für das Asphaltieren des 260 Quadratmeter großen Platzes und für die Geräte, ausgegeben.


Mehr Sicherheit

"Dieses Geld ist gut investiert", erklärte der Bürgermeister. "Denn Skaten auf öffentlichen Straßen und Plätzen, die von allen Verkehrsteilnehmern genutzt werden, ist nicht ganz problemlos und außerdem sehr gefährlich." Lange hätten die Kinder und Jugendlichen auf diese Anlage warten müssen. Doch nun erfülle der Platz alle Ansprüche, die sie an eine Skateranlage stellen können. Er habe nicht nur einen soliden, tragfähigen Untergrund, sondern bietet den sprungbegabten Skatern auch verschiedene Rampen wie Skate-Stone Spine-Ramp, Skate-Stone Curb (gerade), Skate-Stone Bank mit Table, Skate-Stone Quarter-Pipe mit Table und Skate-Stone Transition Gap. "Hier im Hafen sind die Skaterfans unter sich und haben den ihrem Sport gebührenden Auslauf. Ihnen macht es riesigen Spaß, auf den rollenden Kufen oder Boards durch die Gegend zu sausen und sich an Sprüngen, Drehs und Stunts zu versuchen", so Günther Werner.
Skaten mache nicht nur Spaß, es biete auch Entspannung und fördere Fitness wie Wohlbefinden. Man sehe es den geübten Skatern meist nicht an, sagte der Bürgermeister, wie viel Körperbeherrschung sie bräuchten. Doch es sei ein gutes Training für motorische Fähigkeiten und den Gleichgewichtssinn, für Körperkoordination und Reaktionsschnelligkeit.
"Das sind genau die Fähigkeiten, die eine ganze Reihe von Heranwachsenden nicht mehr so gut beherrscht", sagte er. "Schon allein deshalb sollten wir die Kinder und Jugendlichen unterstützen, die sich mit ihren Skates im Freien bewegen wollen. Schließlich sitzen sie sonst ja oft genug vor dem Computer oder Fernseher."
Gerhard Kastner, Leiter des "Dragon", hatte dem Stadtrat den Platz südlich des Bolzplatzes empfohlen. Der Jugendtreff hat jeden Nachmittag bis auf Dienstag und Samstag geöffnet und er selbst kann als Ansprechpartner dienen. "Ich habe auch die Geräte zusammen mit den Kindern und Jugendlichen, die den Jugendtreff besuchen, ausgewählt", sagte er und teilte auf Nachfrage mit, dass täglich bis zu zehn Kinder und Jugendliche die Skaterbahn nutzen. Früher hätten sie nach Schweinfurt oder Coburg fahren müssen, um ihr Hobby ausüben zu können. Allerdings sei sie für ältere Jugendliche weniger geeignet, da sie aufgrund des beschränkten Platzangebots zu klein dimensioniert sei.
Der 14-jährige Skater Kevin Goodrick, der relativ oft trainiert, ergänzte, dass die Bahn eher für die Scooterfahrer ausgelegt sei. "Doch es macht mir sehr viel Spaß, hier zu skaten, vor allem, wenn ich immer wieder neue Tricks lernen kann", sagt er. Anes Ismail, der fast täglich mit seinem Scooter übt, hätte gerne noch eine Mini Ramp und eine niedrigere Fly Box. Ansonsten gefällt dem Zwölfjährigen die Bahn und er freut sich, dass er von Dominik Weinbeer, "dem wahrscheinlich besten Scooterfahrer von Haßfurt", schon viele Tricks gelernt hat.