W ärmedämmung ist jetzt wieder absolut in, nicht nur bei Hausbesitzern. So plustert sich dieser komische Vogel mächtig auf, um der Kälte zu trotzen. Daunen, wie sie der Mensch im warmen Federbett zu schätzen weiß, hat die Natur den meisten Vogelarten quasi als Unterwäsche unter die Konturfedern gepackt.
Luftpolster, die sich in den Abständen zwischen den Federästen bilden, schützen vor allzu großer Hitze und aktuell eben vor Kälte. Erst recht, wenn man den "dicken Maxe" markiert und sein Gefieder aufpumpt wie dieser Singvogel hier bei Bramberg.
Dumme Sprüche à la "Zeisig ist hinten eisig" wollen da so gar nicht passen.
Bei Thermikfragen, Bionik fragen, könnte der Werbeslogan der Natur lauten, der wohl schon kurz nach Christi Geburt wirkte. Zwar legte man das Jesuskind der Überlieferung nach noch auf Heu und auf Stroh, doch die ersten Daunenfedern als Füllung von Bettware soll's laut Internetlexikon Wikipedia schon gut 200 Jahre später gegeben haben. Demnach besaß der römische Kaiser Elagabal, der sich selbst Marcus Aurelius Antoninus nannte, Kissen, die mit Kaninchenpelz oder aber zartesten Rebhuhn-Daunen gefüllt sein mussten.
Dank ihrer Fähigkeit, Wärme fast ohne Gewicht zu bieten, werden Daunen auch noch im Jahr 2017 zur Isolierung in Bettwaren, Schlafsäcken und modisch gesteppten Jacken verwendet. Dafür gibt es sogar amtliche DIN-Normen (DIN EN 1885 und DIN EN 12934), die der Vogel auf unserem Bild vermutlich ganz schön zum Piepen fände.
Wie gut, dass die Natur nicht für alles als Vorbild herangezogen werden kann. Sonst würden sich die Franken beim Stärkantrinken zum Dreikönigstag nicht nur aufs wärmende Elexier, sondern auch auf gefiederte Vorbilder berufen: Schnapsdrosseln und Schluckspechte zum Beispiel, nur weil die Piepmätze ratzeputz die Beeren von den Sträuchern picken. Deren vergorener Saft hat's ganz schön in sich!