Die Corona-Zeit hat das Pflegepersonal der Zentralen Diakoniestation Bad Berneck, die auch die Patienten im Gemeindebereich von Himmelkron betreut, vor besondere Anforderungen gestellt. Das machte die Vorsitzende des Diakonievereins Lanzendorf, Pfarrerin Almut Weisensee, bei der Hauptversammlung deutlich: "Pflege ist nicht leichter geworden, umso wichtiger ist es, wenn wir durch unser Interesse und unsere Zuwendungen den Pflegekräften unserer Diakoniestation zeigen, dass sie wichtig und wertvoll sind und wir ihre Arbeit nach Kräften unterstützen wollen."

Mit den Spenden des Diakonievereins ist es auch möglich, dass so manches gemacht wird, was die Kassen nicht bezahlen. Dass die Pflegekräfte einmal Zeit haben für ein gutes Wort oder sich kümmern können, wenn es jemandem akut nicht gut geht.

Der Diakonieverein Lanzendorf hat zwar keine Austritte zu beklagen, aber doch in den letzten beiden Jahren mehrere Todesfälle. Coronabedingt mussten mehrere Veranstaltungen ausfallen. Im Februar 2020 konnte man im Gemeindehaus noch einen lustigen Faschingsnachmittag feiern, danach folgte die Hauptversammlung mit einem Bildervortrag von Siegfried Philipp, aber dann hatte die Pandemie das Leben voll im Griff.

Gerade in der schwierigen, zurückliegenden Zeit waren Weisensee zufolge die Mitarbeitenden im Ausschuss die Stützen des Diakonievereins. Sie dankte hier besonders ihrer Stellvertreterin Waltraud Aßmann.

Für die Zentrale Diakoniestation Bad Berneck erstattete Margarete Kuhn von der Pflegedienstleitung den Tätigkeitsbericht für 2020. Sie verwies darauf, dass sich seit der Übernahme der Trägerschaft durch die Diakonie Bayreuth die Zusammenarbeit sehr gut eingespielt hat. Zu den Mitarbeiterzahlen berichtete Kuhn, dass im vergangenen Jahr 24 Mitarbeitende in Bad Berneck tätig waren. Davon 16 Pflegekräfte, sechs Kolleginnen in der Hauswirtschaft und zwei in der Verwaltung. Außerdem wurden zwei neue Kolleginnen in der Pflege begrüßt und eine Pflegekraft in den Ruhestand verabschiedet. Die Kooperation mit der Diakonie Bayreuth und der Zentralen Diakoniestation Bayreuth funktioniere sehr gut. Kuhn dankte dem Diakonieverein Lanzendorf für die Unterstützung.

Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) zeigte auf, wie wichtig der Diakonieverein gerade für die älteren Bürger in der Gemeinde Himmelkron ist. Schneider ließ die Mitglieder wissen, dass die Gemeinde jetzt endlich auch einen Erfolg bei der Suche nach einem Investor und Betreiber eines Pflegeheimes verzeichnen könne. Er würdigte auch die Arbeit der beiden Seniorenbeauftragten der Gemeinde, Peter Aßmann und Hans Matussek.

Und Dritter Bürgermeister Peter Aßmann kündigte an, dass der Seniorenbus künftig wieder jeden Freitag ab 14 Uhr verkehrt. Manfred Hirschmann zeigte schließlich eindrucksvolle Bilder von den Ortsteilen Lanzendorf, Gössenreuth und Himmelkron. Werner Reißaus