Es war ein bunter und fröhlicher Nachmittag. Aus dem Rahmen fiel das "Fröbelfest" am Sonntag im Coburger Stadtteil Wüstenahorn - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn auf dem von der Wohnbau Stadt Coburg, dem HSC, der HUK Coburg und Radio Eins veranstalteten Fest konnten sich kleine und große Wüstenahorner Gäste hinter einem Bilderrahmen in Szene setzen lassen und ein Foto von sich erhalten. Der Schirmherr, Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD), und WSCO-Geschäftsführer Christian Meyer zeigten sich erfreut über die positive Entwicklung des Stadtteils Wüstenahorn. "Meiner Meinung nach sind acht Jahre Projekt ,Soziale Stadt‘ von sichtbarem Erfolg gekrönt", unterstrich Bürgermeister Nowak. Christian Meyer wies auf die teils schwierige Vergangenheit des Stadtteils Wüstenahorn hin, geprägt von zahlreichen Konflikten. Wüstenahorn habe einen entsprechenden Ruf gehabt. Inzwischen habe sich das aber sehr verändert. Als Gründe nannte Meyer das Zusammengehörigkeitsgefühl der Wüstenahorner und deren Bereitschaft, Verantwortung für ihren Stadtteil zu übernehmen. Sämtliche Vereine seien im Stadtteilarbeitskreis eingebunden und kämen regelmäßig miteinander ins Gespräch. Bei strahlendem Sonnenschein sagte Meyer, er wünsche Wüstenahorn künftig "immer so schönes Wetter wie heute" und dass es immer so positiv weitergehe. Meyer: "Unterm Strich sind wir ganz gut unterwegs!"


Richtfest war integriert

Passend zum Fröbelfest wurde am Sonntag auch das Richtfest des Wohnbaugebäudes in der Fröbelstraße 10 feierlich begangen. Dort entstehen 31 barrierefreie Wohnungen, mit zwei, drei oder vier Zimmern. Als Mietpreis seien fünf Euro pro Quadratmeter veranschlagt. Begonnen habe man mit den Vorarbeiten bereits im Herbst 2016. Im März 2017 wurde nach der Frostperiode die Bodenplatte gelegt. Fertiggestellt sollen die Mietwohnungen im Spätsommer 2018 sein, teilte Lothar Kämpf von der Planungsabteilung der Wohnbau Stadt Coburg mit. Quartiersmanagerin Kathrin Linnig ist mit dem Stadtteil Wüstenahorn sehr zufrieden. Als positiv sieht sie an, dass es gelinge, die vorhandenen Ressourcen zu bündeln. Viktoria Schreiber von den "Stadtteilmüttern" der Caritas liebt ihre ehrenamtliche Arbeit. Dafür hat sie sich mit anderen Eltern aus Wüstenahorn schulen lassen. Bezüglich des sogenannten sozialen Wohnungsbaus wird die Wohnbau Coburg allerdings auch kritisch gesehen. So äußerten einige Gäste, dass eine Kaution von etwa 1000 Euro nur schwer aufzubringen sei, wenn man ohnehin auf Unterstützung durch die Stadt angewiesen sei. em