Der Antrag auf eine isolierte Befreiung über die teilweise Erhöhung des Holzlattenzaunes auf 1,80 Meter als Sichtschutz zur Straße/Gehweg an der Gerbersleite 4a sorgte nicht nur für eine Diskussion, sondern auch für vier Gegenstimmen.

Der Antragsteller möchte an der westlichen Grundstücksgrenze, die an die öffentliche Straße grenzt, den vorhandenen Lattenzaun in Teilbereichen von bisher 0,8 auf 1,80 Meter erhöhen. Zum nördlichen Nachbarsgrundstück soll anstelle der vorhandenen Hecke ebenso in einem kleinen Teilbereich von rund drei Metern ein Holzlattenzaun mit 1,80 Meter Höhe errichtet werden. Das geplante Vorhaben ist verfahrensfrei gemäß Artikel 57 Absatz 1 Nr. 7a der Bayerischen Bauordnung. Nach dem Bebauungsplan können Einfriedungen zum Straßenraum hin mit Holzzaun mit stehenden Latten und einer maximalen Höhe von 80 Zentimeter sowie einer maximalen Lattenbreite von fünf Zentimeter errichtet werden. Darüber hinaus sind Einfriedungen mit Maschengitterzäunen von höchstens von 80 Zentimeter erlaubt.

Befreiung wird erteilt

Den Beschlussvorschlag: Von den Festsetzungen des Bebauungsplanes wird für die beantragte Einfriedung mit der Höhe von 1,8 Meter und Holzgestaltung zum Nachbargrundstück eine Befreiung erteilt. Die Zustimmung zu der hohen Einzäunung erfolgt, da es sich hierbei lediglich um eine abschnittsweise Zaunerhöhung mit jeweils rund drei Metern Länge handelt. Dem konnten allerdings nicht alle neun Marktgemeinderäte folgen. "Ich sehe das sehr skeptisch, denn weitere Anträge werden folgen", befürchtete Günther Vogel (BWG/FW). Vier Gemeinderäte stimmten gegen, fünf für die Befreiung.