Auf dem Michelsberg fand jetzt das erste "Post- Corona"-Konzert des "Melton Tuba Quartetts" statt. Die vier Tubisten Hartmut Müller, Heiko Triebener, Ulli Haas und Jörg Wachsmuth trafen sich 1987 bei einem Probespiel und beschlossen dabei die Gründung eines Quartetts.

Das Quartett verlegt sich auf ein Länder und Epochen überschreitendes Repertoire. In den zurückliegenden sechs Monaten hat Corona die Musiker zu einer ungewollten Pause verdonnert. Noch bevor die Zuschauer die Musiker bei ihrem Konzert auf dem Michelsberg überhaupt optisch wahrnehmen konnten, hörten sie die ersten Takte der "La danza" von Gioacchino Rossini. Das Stück fügte sich anschließend mit John Philipp Sousas "Washington Post March" zusammen.

Unter dem Begriff "Verschmelzung" schien das gesamte Konzert zu stehen, das den Zuhörer durch die unterschiedlichsten Gattungen aller historischen Epochen seit dem 18. Jahrhundert begleitete. Nach der Begrüßung von Heiko Triebener wurde das Publikum von den geheimnisvollen Tönen eines mittelalterlichen Barden-Gesangs verführt. Das wiederkehrende Leitmotiv zeugte von Liebe, Klage und Heldentaten.

Durch alle Genres

Über den Weg der Moderne und Postmoderne kamen die Musiker plötzlich bei Mozart und dessen "Zauberflöte" an. Weiter ging es mit Arrangements aus dem Genres Folk, Schlager, Pop und Filmmusik. Das begeisterte Publikums forderte mehrere Zugaben ein. Völlig zurecht angesichts dieses faszinierenden musikalischen Ritts durch die Zeiten und Genres.