von unserem Mitarbeiter Stephan Stöckel

Burkersdorf — Die "Orange Shakers" sind die Hauskapelle des Kleinkunstvereins "Tecnet Obermain". Ihre öffentlichen Proben im "Tecnet Zentrum" in Burkersdorf sind ebenso legendär wie ihre ausdrucksstarken Jam-Sessions mit Mitgliedern der "Monti Herbertson Group" oder der Burgkunstadter Reib eisenröhre Jürgen "Berches" Bergmann.

Frische Sprüche

Am Samstag, 9. Mai, geben die Musiker im "Tecnet Zentrum" in Burkersdorf ab 20 Uhr auf Einladung des Kleinkunstvereins "Tecnet Obermain" neue Arrangements und frische Sprüche bei freiem Eintritt zum Besten.
"Frisch gepresst ..." heißt das aktuelle Album der "Orange Shakers", deren Stücke die Gruppe vorstellt. Mit der CD können die Freunde des legendären Zwölftakters ihren täglichen Vorrat an Bluessongs decken. Eingespielt worden war das Opus im "Tecnet Zentrum" des Kleinkunstvereins. Unter der Regie der Burgkunstadter Reibeisenstimme Jürgen "Berches" Bergmann schlagen darauf Stefan Kratovil (Gesang und Gitarre), Larry Rayford (Gesang und Congas), Horst Meyer (Bass), Torsten Langhammer (Schlagzeug) und Uwe Spindler (Keyboards) forsche und einfühlsame Töne zwischen den Polen Blues, Soul, Rock und Pop an.

Eine Art Zeitdokument

Was bedeutet den Musikern die Veröffentlichung des Albums? "Es ist eine Art Zeitdokument, auf dem erstmals unsere schwarze Perle, Sänger Larry Rayford, zu hören ist. Zudem vereint es elf unserer Lieblingslieder", erklärt Kratovil.
Nicht gerührt, sondern geschüttelt, fühlen sich die Besucher bei "Orange Shakers"-Konzerten angesichts des lebendigen, spritzigen Gute-Laune-Sounds, der regelmäßig Gefühlswallungen bei den Zuhörern auslöst. Der ewig junge Klassiker "Tulsa Time", den einst Eric Clapton berühmt gemacht hatte, zaubert Fröhlichkeit in die Gesichter, der raue Ton von Walter Trouts Komposition "City Man" wühlt auf, und bei "Dereck Trucks" famosem Klagelied "I Fee So Bad" leiden die Zuhörer mit, wenn Larry Rayford sich seinen Schmerz und Kummer aus der Seele singt.
Die Gruppe überzeugt durch ihren weiten stilistischen Radius, der selbst vor modernen Rap- und Jazz-Tönen keinen Halt macht ("Hard Times" von John Legend oder "Liquid Spirit" von Gregory Porter), bei dem die Akteure stimmlich und instrumentell aus dem Vollen schöpfen. Auch die Nähe zum Publikum wird gesucht: Sänger und Gitarrist Stefan Kratofil nimmt bei den Konzerten gerne mal ein viel umjubeltes Bad in der Menge.