Der Bürgerbus in Altenkunstadt ist ein Erfolgsmodell. Nicht nur ältere Mitbürger nutzen ihn für Einkaufsfahrten, auch die heimischen Vereine greifen regelmäßig auf das Angebot zurück. "Er ist überbucht. Wir mussten Vereinen schon absagen", berichtete Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) am Dienstagabend in der Sitzung des Gemeinderats.

Daher spiele man mit dem Gedanken, weitere Fahrzeuge im Rahmen eines Carsharing-Modells bereitzustellen. Infrage kämen ein zweiter Bus für neun Personen und ein elektrischer Pkw.

Letzterer könnte beispielsweise vom Bauhofleiter, dem Bautechniker oder einem gemeindlichen Mitarbeiter, der zu einem Lehrgang muss, genutzt werden, sagte Hümmer.

Jennifer Stern vom Deggendorfer Unternehmen "Mikar" informierte die Ratsmitglieder über ein entsprechendes Carsharing-Modell.

Demnach würde die Gemeinde Stellplätze für die Fahrzeuge, die über eine App von Vereinen, Familien oder Firmen gebucht werden können, zur Verfügung stellen.

"Der Nutzer zahlt nur, was er tatsächlich in Anspruch nimmt", sagte Stern, die Mitarbeiterin im Vertrieb ist. Eine Stunde koste im Falle des Transporters 4,90 Euro, 24 Stunden 39,90 Euro.

Sponsoren finanzieren Fahrzeug

Die Anschaffung des Fahrzeugs wird über Sponsoring finanziert. Heimische Kunden sollen, wie schon beim Bürgerbus erfolgreich praktiziert, auf dem Fahrzeug werben. Das Fahrzeug befindet sich im Eigentum der Firma "Mikar". Diese fungiert auch als Fahrzeughalter.

"Ob Räderwechsel oder Tüv - wir kümmern uns um alles", meinte die Referentin. Zudem gebe es eine vierjährige Standortgarantie und eine spezielle Carsharing-Versicherung.

Sie unterbreitete dem Gremium, das noch keinen Beschluss fasste, auch eine Kombi-Lösung: Zusätzlich zum Kleinbus der Marke Renault gebe es dann ein Elektrofahrzeug des französischen Herstellers, den Renault Zoe, für welchen die Gemeinde eine monatliche Leasinggebühr zahlen müsste.

"Entscheiden Sie sich für diese Variante, werden Sie mit 25 Prozent an den Einnahmen aus den Buchungen der beiden Fahrzeugen beteiligt", sagte Stern. "Wir werden uns zu gegebener Zeit wieder melden", versicherte Bürgermeister Hümmer der Referentin.