Der Limbacher Bildhauer Michael Scholl hat den historischen Bildstock an der Schönbachsmühle (Richtung Schönbach) restauriert.

Der Obst- und Gartenbauverein Schönbach hatte die Sanierung angeregt, und den Auftrag gab die Gemeinde Ebelsbach. Vereinsvorsitzende Ingrid Markert dankte Bürgermeister Martin Horn (SPD) und den Gemeinderäten sowie Bildhauer Michael Scholl für die Erneuerung des Bildstocks, wie der Verein dieser Tage mitteilte.

Der Schönbacher Verein hatte bereits Mitte der 1980er Jahre eine Sanierung ausführen lassen. Damals war der Kopf des Bildstocks in Absprache mit der Denkmalbehörde haltbar gemacht worden. Außerdem wurde das Denkmal um rund 50 Meter an einen neuen Standort versetzt und eine Linde gepflanzt.

Mittlerweile hatten das Wetter und Umwelteinflüsse dem Bildstock wieder zugesetzt. Das Kunstwerk war verwittert und vermoost. Der Verein bat um eine Restaurierung bei der Gemeinde. Sie beauftragte den Bildhauer Michael Scholl, der die Arbeiten ausführte. Jetzt soll noch eine Tafel angefügt werden, die über die Hintergründe Auskunft gibt. Was hat es mit dem Bildstock auf sich?

Die Sage

Dazu gibt es eine Sage, die nach den Vereinsangaben der Lehrer August Trunk 1958 neu gefasst hat. Darin heißt es: "Unten bei der Schönbachsmühle, an der Wegabzweigung nach Schönbach nahe am alten Försterhaus, das von der Familie ... bewohnt wird, steht im Schatten einer Linde ein Bildstock. Er ist ganz altersgrau, mit Flechten und Moos überzogen, 1752 lautet die eingegrabene Alterszahl. Damit steht der Bildstock schon über 200 Jahre an seinem Platz, hat Wind und Sturm und Wettern getrotzt. Die Vorderseite des Bildstocks zeigt die heilige Dreifaltigkeit: Gott Vater, Gott Sohn und den Heiligen Geist in Gestalt einer Taube. Die Rückseite zeigt einen Heiligen. Doch warum steht der Bildstock dort, so hart am Wege?

Einst zogen zwei Wanderer des Weges, begleitet von einem großen, schwarzen Hund. Kamen sie aus dem Maintal, um in die Haßberge zu wandern, oder stiegen sie aus den Haßbergen hernieder, um ins Maintal zu ziehen? Wir wissen es nicht.

Doch unten an der Schönbachsmühle zogen sie vorbei, und da wurden sie erschlagen. Der Hund, der seine Herrchen verteidigen wollte, musste seine Treue ebenfalls mit dem Tode bezahlen. Am Ort der Bluttat wurden die unbekannten Wanderer mit ihrem Hund begraben, und über ihrem Grab wurde der Bildstock errichtet, der jeden Vorüberziehenden mahnt: Betet ein stilles Vaterunser für die Toten, die hier ruhen.

Die Sage berichtet aber noch etwas Merkwürdiges: Wenn durch Sturm und Wetter sich vom Bildstock ein Steinchen löst, dann kehrt der Hund wieder zur Erde zurück. Ruhelos, klagend und heulend streift der Hund umher, bis der Schaden am Bildstock behoben ist. Dann kehrt er wieder zu seinem Herrn zurück in das Grab." Soweit die Sage zu dem Bildstock. red