Die Feuerwehr muss rund um die Uhr einsatzbereit sein, und deswegen haben die Herzogenauracher Aktiven vor Kurzem eine 24-Stunden-Übung durchgeführt. 38 Teilnehmer im Alter zwischen 13 bis 62 Jahren waren im Einsatz.

Los ging es mit einem spektakulären Verkehrsunfall in Burgstall bei der Firma Spitzer mit zwei verunfallten Autos, einem Lkw und vier zu rettenden Personen. Im Anschluss ging es zur Autoverwertung Meisel, wo eine durch Baggerarbeiten ausgelöste Explosion mehrere Brandstellen und einige verletzte Personen hinterließ. Gegen Mitternacht dann der dritte Einsatz, diesmal ohne die Jugendlichen. Es galt, Vater und Sohn in einem Waldstück zwischen Beutelsdorf und Hammerbach zu finden, die sich in der Dunkelheit verirrt hatten.

Der zweite Tag startete besonders anspruchsvoll mit einem Gefahrgut-Einsatz direkt nach dem Frühstück. Ein Container mit 1000 Litern Inhalt (rauchende Schwefelsäure) wurde beschädigt und floss in einen angrenzenden Weiher hinter der Firma Breun zwischen Steinbach und Burgstall. Die zusätzlich alarmierte Feuerwehr Hammerbach baute zusammen mit den Jugendlichen eine komplette Dekontaminationsstrecke auf, ein weiterer Teil rüstete sich mit Chemikalienschutzanzügen aus, um den Behälter abzudichten und schließlich mit Gefahrgutpumpen absaugen zu können.

Gerade wieder in Herzogenaurach angekommen, hallte wieder der Gong durch die Wache und die Einsatzkräfte mussten sich ihren Weg zu einem Grillplatz im Dambachgebiet suchen. Angenommenes Szenario war, dass durch Unachtsamkeit beim Grillen das angrenzende Waldstück entzündet worden war. Die Wehr ging von drei Seiten vor, um das Feuer schnellstmöglich einzukreisen, was zu einem schnellen Löscherfolg führte.

Höchst anspruchsvoll für die Maschinisten ging es bei einem gemeldeten Kellerbrand in der Parkstraße zu. Trotz sehr schwieriger Anfahrt konnten auch hier die Herzogenauracher ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen, heißt es im Bericht der Feuerwehr. So retteten vier vorgehende Atemschutztrupps innerhalb kürzester Zeit insgesamt acht verletzte Personen aus dem stark verrauchten Keller. Nachdem das Haus mit zwei Hochdrucklüftern vom Brandrauch befreit war, konnten die Retter einrücken.

Die letzte Übung fand bei der Firma Steiner im Herzogenauracher Norden statt. Nach einer angedeuteten Explosion waren hier mehrere Personen verschüttet und es brannte auf dem Gelände verteilt. Der Einsatzleiter musste hier alle Kräfte gezielt einsetzen, um dem Bedarf gerecht zu werden. red