Reaktion Eindeutig hat sich der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) zum Hausverbot für die Berichterstatterin in Reckendorf geäußert. Im sozialen Netz richtet sich die Landesvertretung hauptberuflicher Journalisten mit einem Beitrag direkt an Bürgermeister Manfred Deinlein: "Als demokratischer Vertreter sollte Ihnen die Pressefreiheit und die freie Berichterstattung ein hohes Gut sein. Eine Journalistin als "Störerin" zu bezeichnen, um eine Berichterstattung zu unterbinden, entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben. (...) Kennen Sie Artikel 5 des Grundgesetzes? Nicht? Wir helfen gerne aus: (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (...) Eine Zensur findet nicht statt." Es ist schon eine Ungeheuerlichkeit, dass Sie die Mail der Neuen Presse (Anm. d. Red.: mit dem Arbeitsauftrag, von der Bürgerversammlung zu berichten) nicht akzeptieren wollen, denn allein der Hinweis der Kollegin, dass sie journalistisch über diese Sitzung berichten wolle, hätte erst einmal ausreichen müssen."

Bewertung Der Text schließt mit einem Urteil: "Sehr geehrter Herr Deinlein, als Mitglied der SPD Reckendorf sollten Sie sich Ihrer demokratischen Verantwortung bewusst sein sowie der Bedeutung der Pressefreiheit und der freien Berichterstattung. Mit Verlaub: Das war ein echter Fehltritt!"