Zentral und vor Ort, in der Mitte von Königsfeld im ehemaligen Gasthaus Thein, hat die Waldbesitzervereinigung (WBV) Bamberg jetzt ein Büro eröffnet. Außer der Hauptgeschäftsstelle in Scheßlitz will man hier den Waldbesitzern Hilfe anbieten in ihrer unmittelbaren Umgebung, denn die Wälder des Jura weisen die meisten Schäden auf.

Angelika Morgenroth, Erste Vorsitzende der WBV Bamberg, zählte bei ihrer Begrüßung im Hof der ehemaligen Gastwirtschaft die wachsenden Aufgaben ihrer Vereinigung auf. WBV-Geschäftsführer Patrick Hammerschmidt wird ab sofort hier in Königsfeld jeden Montag von 15 bis 17 Uhr im ersten Stock eine Sprechstunde abhalten. Waldbauern können ihn persönlich oder per Telefon oder E-Mail um Rat fragen oder mit ihm ihre Probleme besprechen.

„Ich möchte in enger Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern mitten im Borkenkäfer-Hotspot aktiv und schnell arbeiten, um dem Wald eine Zukunft zu geben“, erklärte Hammerschmidt.

Borkenkäfer auf Vormarsch

Forstdirektor Gregor Schießl, Abteilungsleiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg (AELF), ergänzte: „Bereits in den warmen Februarwochen hat der Borkenkäfer begonnen, aktiv zu werden, und mit dem Zeugen von Nachwuchs begonnen. Es ist Eile geboten.“ Auch Forstoberinspektor Yannik Heller als neuer Steinfelder Revierleiter berät bei der Bekämpfung der Schädlinge und Forstverjüngung und arbeitet eng mit der Waldbesitzervereinigung zusammen. Königsfelds Bürgermeister Norbert Grasser (BBL) und Christian Dorsch ( CSU ) sind sich parteiübergreifend einig, dass gehandelt werden muss. Die Gemeinde hat 133 Hektar Wald, beide Bürgermeister sind selbst auch Waldbauern. Grasser meinte deshalb: „Ich freue mich, dass die Gemeinde Königsfeld so schnell der WBV einen Büroraum und in der Scheune Lagermöglichkeiten für Pflanzengut, Wuchshüllen und Zaunmaterial zur Verfügung stellen kann.“ Dorsch forderte: „Wir müssen alle an einem Strick ziehen!“ Der WBV-Geschäftsführer wies noch darauf hin, dass die Holzpreise, auch für Käferholz, gestiegen seien. Es sei deshalb auch wieder ein Erlös zu erzielen und das Holzmachen nicht ein reines Draufzahlgeschäft.

Alle Beteiligten der Büroeröffnung wünschen sich im Kampf gegen den Borkenkäfer ein feuchtes und kühles Jahr.