Menschen auf ihrem letzten Lebensweg zu begleiten, ihnen Zeit zu schenken und in schwierigen Stunden zur Seite zu stehen – darauf haben sich die sieben Teilnehmerinnen des Hospizbegleiterkurses vorbereitet. Mit einer Abschlussfeier und der Übergabe ihrer Zertifikate endete nun der Kurs des Hospizvereins Bad Kissingen e. V. für das Jahr 2026.
Dr. Höhn, erster Vorsitzender des Hospizverein, würdigte in seiner Verabschiedungsrede das Engagement der Teilnehmerinnen und blickte auf den Beginn des Kurses zurück. Jede habe ihre eigenen Erwartungen, Vorstellungen und Fragen mitgebracht. Auch die Frage, wie es gelingen kann, einen schwerstkranken oder sterbenden Menschen auf seinem letzten Lebensweg zu begleiten, habe die Teilnehmerinnen beschäftigt.
„Jemanden auf seinem letzten Lebensweg zu begleiten, ist eine wunderschöne Gabe“, betonte Dr. Höhn. Im Verlauf des Kurses hätten die Teilnehmerinnen verschiedene Facetten der Hospizarbeit kennengelernt. Zugleich sei deutlich geworden, dass man auch in dieser Aufgabe immer wieder dazulerne.
Sterben, Trauer, Verlust, Hoffnung und Abschied nehmen gehören zum Leben dazu und damit zur Hospizarbeit, erklärte Dr. Höhn.
Wer andere Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten will, muss sich zunächst mit dem eigenen Leben und seiner eigenen Haltung auseinandersetzen. Diese Haltung präge maßgeblich die Begegnungen mit den Menschen, die Unterstützung benötigen.
Der Leitsatz des Hospizvereins „Wie gut, wenn einer mit mir geht“ bringt den Gedanken der Begleitung treffend zum Ausdruck.
Dabei gehe es nicht darum, ständig etwas zu tun oder für jedes Problem eine Lösung zu finden. Oft sei es vielmehr wichtig, einfach da zu sein, zuzuhören und einem Menschen Zeit zu schenken. Gerade in der heutigen Zeit sei diese Zuwendung besonders wertvoll.