Mit dem Nachwuchs und der Sicherheit befasste sich der Ausschuss Infrastruktur, Bauen und Umwelt (IBU) bei seiner Sitzung am Dienstag, die sich hauptsächlich mit Besichtigungen der Bauarbeiten vor Ort befasste. Dabei standen die Maßnahmen der beiden Kinder-Tagesstätten sowie die Fortschritte bei der Gemeinde-Verbindungsstraße Untersiemau - Zilgendorf im Mittelpunkt.

Im Kinderhaus "Sonnenschein" werden aufgrund der Arbeitsweise - Konzeption nach Maria Montessori - die Gruppenräume neu strukturiert und erhalten ein zentrales Bistro mit Küchenbereich. Dazu mussten zwei Wände eingerissen und die über 20 Jahre alte Küche nach aktuellen hygienischen und pädagogischen Standards ersetzt werden.

Der Restaurantbereich befindet sich im Erdgeschoss zwischen den beiden Ein- und Ausgängen ins Kinderhaus und zum Garten. Der Eingangsbereich bekommt eine Schleuse, wo die dreckigen Schuhe ausgezogen und die Hausschuhe angezogen werden. So eine Schmutzschleuse wird auch zum Garten hin gebaut. Der Finanzierungsvorschlag der Salvatorgemeinde als Hausherr lautet wie folgt: Gesamtsumme: 174 000 Euro; Kommune (20 Prozent) 34 800 Euro; Landeskirche (fünf Prozent) 8700 Euro; Kirchengemeinde (75 Prozent) 130 500 Euro. Die Arbeiten sind bereits recht weit fortgeschritten.

Auch im zweiten Kinderhaus "Regenbogen" geht es voran. Dort standen und stehen Arbeiten im Innen- wie Außenbereich an. Die Pandemie hat es noch deutlicher zutage gebracht: Der Platz war zu knapp und die Hygienevorschriften entsprachen nicht den Anforderungen. Es musste eine Zwischenwand entfernt und ein Türdurchbruch in den Flur geschaffen werden. Der Finanzierungsvorschlag sieht hier so aus: Gesamtsumme 52 000 Euro; Kommune (20 Prozent) 10 400 Euro; Landeskirche (fünf Prozent) 2600 Euro; Kirchengemeinde (75 Prozent) 39 000 Euro.

Begeistert war das Gremium von der Neugestaltung/Generalsanierung der Außenanlagen des Kinderhauses. Kirchenvorstand Florian Müller stellte die aktualisierten Pläne der beauftragten Gartenbau-Ingenieurin Zinonie-Peschel vor. Er dankte der Gemeinde für die Hilfe der Bauhof-Mitarbeiter und vergaß auch nicht, die respektable Arbeitsleistung der Eltern zu erwähnen. Diese haben in bisher weit über 100 Stunden beim Bauen und Verschönern geholfen.

Die Kosten für die Maßnahmen im Außenbereich belaufen sich auf etwa 106 000 Euro. Die Kirchengemeinde kann aus Eigenmitteln 40 000 Euro bereitstellen. Dazu kommt eine Zuwendung des Elternbeirats in Höhe von 5000 Euro. Die Finanzierung des Restbetrags ist noch nicht geklärt.

Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) war besonders begeistert "von der sehr gelungenen naturnahen Gestaltung des Projekts".

Die Gemeindeverbindungsstraße Untersiemau-Zilgendorf wurde in zwei Bereichen saniert. Beim Bereich 1 erfolgte auf 450 Metern ein Vollausbau. Beim Bereich 2 wurde eine neue Tragdeckschicht auf einer Länge von 420 Metern eingebaut. Inklusive der Planung werden sich die Ausgaben auf etwa 178 000 Euro belaufen. Die Fahrbahnbreite beträgt im Mittel 4,15 Meter. Die Straße hat einen besonderen Status. Besonders im Bereich des Streuobst-Lehrpfads ist sie stark befahren. Auch Radfahrer und Wanderer sind dort unterwegs, denn der Ausbaubereich ist Teil des "Planetenwegs". Deshalb wird die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h beschränkt. Zudem werden Warnschilder aufgestellt und Leit- oder Warnlinien aufgebracht. Die Beschilderung erfolgt in der folgenden Woche; die Verkehrsfreigabe voraussichtlich am 21. Juni. ka