Der Termin, 1. Advent, war bewusst gewählt. Der Advent, Beginn eines neuen Kirchenjahres, passte gut zur Gründung der neuen Pfarrei, bestehend aus den Kirchengemeinden in Schney und Buch am Forst. Beide Gemeinden teilen sich fortan eine Pfarrstelle und müssen deshalb in vielerlei Hinsicht kooperieren. Dabei bleiben die beiden Gemeinden selbstständig sowohl in finanzieller Hinsicht als auch mit Blick auf ihre Kirchenvorstände. Die Gründung der Pfarrei wurde am 1. Advent mit zwei Gottesdiensten gefeiert. Am Vormittag fand der Auftaktgottesdienst in der St.-Maria-Kirche in Schney statt. Am Nachmittag feierten beide Gemeinden eine musikalische Adventsandacht in der Maria-Magdalenen-Kirche in Buch am Forst. Musikalisch ausgeschmückt wurden die beiden Veranstaltungen durch Dorothea Lintzmeyer (Schney) und Susanne und Jonathan Thaler sowie Diana Witzgall und Birgit Leicht und die Schneyer Band "Glasklar".

Den offiziellen Teil übernahm die Dekanin Stefanie Ott-Frühwald als Verantwortliche im Dekanat Michelau. Die Predigt hielt Pfarrerin Tanja Vincent, die ab sofort als Pfarrerin nicht nur ihre bisherige Schneyer Gemeinde, sondern auch die Kirchengemeinde in Buch am Forst betreut. Vertreterinnen aus beiden Kirchengemeinden stellten der jeweils anderen Gemeinde ihre Gemeinschaft vor. Das geschah in Schney im Dialog zwischen Diana Witzgall und Beate Bauer, in Buch zwischen Diana Witzgall und Birgit Leicht. "Es war ein langer Weg, und wir haben's uns nicht leicht gemacht", stellten die Beteiligten fest, doch die Steuergruppe habe gute Arbeit geleistet. Letztlich ist es eine Win-Win-Situation, denn die Pfarrstelle in Schney war gefährdet, und in Buch wusste man nicht, wie es weitergehen soll.

Deutlich wurde die Vorfreude auf gegenseitige Besuche der Gottesdienste in den jeweiligen Kirchen oder auch im Freien, im Schlosspark, rund um die Kirche oder am Waldkreuz. Für Abwechslung sollen auch die zahlreichen Aktionen im Gemeindehaus (Kinderkirche, Kino, Frauenkreis, Kirchenkaffee und anderes) sorgen. "Manches geht zusammen vielleicht sogar besser als allein. Ich bin überzeugt: Das kann richtig gut werden", freute sich Diana Witzgall, und Birgit Leicht ermutigte die Gläubigen, den Kontakt zu suchen und die eigene, aber auch die andere Kirche zu besuchen.