Das Hiltpoltsteiner Baugebiet "Kirschgarten" nimmt Form an. "In diesem Jahr wird noch mit dem Bau der Straße begonnen", informierte Bürgermeisterin Gisela Bauer (BfH) nun ihre Gemeinderäte.
Die ersten drei Bauparzellen eins werden demnach der Straße "Alter Weiher" zugeordnet und werden als Adresse "Alter Weiher" haben. Für die anderen Parzellen soll ein neuer Straßenname vergeben werden. Die Hiltpoltsteiner Verwaltung schlug in diesem Zusammenhang den Straßennamen "Hofmannsgarten" vor.
"Wir wollen Ingrid Hofmann danken, denn ohne sie gäbe es das Baugebiet nicht", betonte Gisela Bauer. Der Rat stimmte dem Vorschlag zu. Ingrid Hofmann hatte die 7400 Quadratmeter Fläche der Gemeinde zum Kauf angeboten; für einen Preis, der weit unter dem Wert von Bauerwartungsland lag. Zusätzlich sollte für das Baugebiet "Kirschgarten", das in der Nähe zur B 2 hinter einem Wald zwischen dem Möchser Weg, dem Alten Weiher und der Hauptstraße liegt, ein Bebauungsplan aufgestellt werden.
Ein allgemeines Wohngebiet wird das Gebiet werden - durchgeführt im vereinfachten, beschleunigten Verfahren, so dass eine Umweltprüfung entfällt. Viele Vorschriften wollen die Hiltpoltsteiner den künftigen Bauherren nicht machen. Aber: "Etwas wollen wir beibehalten, was das gesamte Gebiet gemeinsam hat: ein rotes Dach", sagte Bauer. Im "Kirschgarten" sind demnach nur natur-rote Dachziegel oder Steine zulässig, eine Befreiung ist ausgeschlossen.
Und noch eine Einschränkung wird es geben. Diese betrifft die Zäune. So sind entlang der Straße "Alter Weiher" nur Zäune in Höhe von 80 Zentimetern zugelassen. Diese Richtlinie wurde aus dem Gräfenberger Bebauungsplan übernommen. Bürgermeisterin Bauer merkte zwar an, dass Hundebesitzer mit der geringen Zaunhöhe Probleme bekommen, aber die Maßangaben wurden in den Bebauungsplan mit aufgenommen.
Zwischen den Grundstücken sind Zäune in einer Höhe von 1,25 Metern erlaubt. Die Farben und Form der Zäune stehen den Bauherren frei, nur blickdichte Einfriedungen sind verboten.


Durchgang für Igel

Des Weiteren sollen nach der Richtlinie die Zäune ohne Sockel errichtet werden und die untere Zaunkante zehn Zentimeter vom Boden entfernt sein.
Das sei angedacht, um Igeln einen Durchlass in den Garten zu gewähren. Den Gemeinderäten missfiel allerdings, dass kein Sockel gebaut werden darf. Das sah die Bürgermeisterin ähnlich, so dass 20 Zentimeter Sockel erlaubt sind, wenn es auch naturschutzrechtlich geboten ist.