Nach dem moderaten Anstieg der Arbeitslosenzahlen im August startet der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Bayreuth-Hof, zu dem auch der Landkreis Kulmbach zählt, nach der Sommerpause wieder durch. Die Zahl der Beschäftigungslosen ging im Vergleich zum Vormonat spürbar zurück.

Saisontypisch sind insbesondere deutlich weniger jüngere Arbeitslose im Alter von 15 bis unter 25 Jahren zu verzeichnen. "Insgesamt lässt der aktuelle Rückgang des Arbeitslosenbestands sogar eine größere Dynamik spüren als im Jahr vor der Pandemie", erklärt Udo Kolb, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof.

Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat sinkt der Bestand an Arbeitslosen weiterhin deutlich und liegt im Rechtskreis SGB III auch unter dem Vergleichswert von September 2019. "Insbesondere die Situation der jungen Arbeitslosen stellt sich für den Herbst im Vergleich zur Vergangenheit historisch günstig dar", betont Kolb.

Mit der aktuellen Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent hat der Agenturbezirk das Niveau von September 2019 erreicht.

Die Arbeitgeber der Region haben im September 1310 Stellen neu gemeldet. Das sind 13,0 Prozent weniger als im Vormonat, aber 9,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Kulmbach ist stabil

Der Arbeitsmarkt in Kulmbach zeigte sich stabil. Gegenüber dem Vormonat gab es nur wenig Veränderung. Die Arbeitslosigkeit stieg noch einmal minimal an. Es waren 16 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als im August, aber 207 weniger als im Vorjahresmonat.

Im September erfolgten bedingt durch den Schul- und Ausbildungsbeginn insgesamt wieder mehr Abmeldungen in Arbeit und Ausbildung. Andererseits gab es erste Arbeitslosmeldungen aus saisonalen Gründen. Zunehmend kommen Kunden mit zum Teil massiven gesundheitlichen Einschränkungen auf die Agentur zu.

Der Stellenzugang bewegte sich mit 160 Vermittlungsaufträgen im September etwa auf dem Niveau des Vormonats und des Vorjahresmonats. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice 1633 offene Stellen gemeldet, 380 mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die sehr gute Auftragslage bei größeren Betrieben des produzierenden Gewerbes sorgte auch hier für Personalbedarf in teilweise sehr hohen Ausmaß.

Zum Stichtag 31. März 2021 standen 28 251 Männer und Frauen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung im Landkreis. Damit waren 166 Personen mehr beschäftigt als 2020. Mit 124 Beschäftigten mehr gab es den stärksten Zuwachs in den Bereichen Immobilien und Dienstleistungen. red