Albin Schorn In "himmlischen Höhen" wurde dieser Tage am Südturm der Stadtpfarrkirche Sankt Kilian in Haßfurt gebohrt und geschraubt. Die Sturmschäden vom 12./13. März dieses Jahres an der Dacheindeckung wurden repariert und vorausschauend das gesamte Schieferdach auf mögliche weitere Schad- und Schwachstellen hin untersucht. Der Sturm dieses Frühjahrs hatte zahlreiche sichtbare Schäden an der altdeutschen Schieferdeckung des Südturms verursacht.

Bei den Reparaturarbeiten werden Naturschieferplatten aus Mayen in der Eifel mit dem Spitzhammer angepasst. Die notwendige Überdeckung der Platten schützt gegen eindringende Feuchtigkeit, Staub sowie Flugschnee und auch gegen Temperaturunterschiede.

Zur Turmspitze hin verjüngen sich die Schieferplatten in ihren Maßen. Damit erscheint die Dachfläche höher und schlanker. Das hatten die Dachdecker der Firma Kaidel aus Kitzingen bei der Durchsicht und Reparatur der Dachdeckung zu berücksichtigen.

Worauf haben die "Schieferdecker" an einem hoch aufragenden und steilen Gebäude noch zu achten? "Grundsätzlich verschrauben wir zur Nachhaltigkeit unserer Arbeit an Türmen alle Platten mit Spenglerschrauben. Sie sind aus Kupfer und mit einer Dichtungsscheibe ausgestattet. Geklebt oder genagelt wird bei steilen Dächern nicht", so die Handwerker.

Eine besonderer Hingucker für die Besucher des Marktplatzes war natürlich der mobile Autokran mit einer Masthöhe von 59,2 Metern und einer Auslegerlänge von 45 Metern. Wie der Kranführer informiert, ist seine Steuerkabine am Mast hochfahrbar und vollautomatisch ausgestattet. Mit seinen Kollegen am Gebäude verständigt er sich über Sprechfunk oder Handzeichen.

Ein Versicherungsfall

Und die Finanzierung des Schadensfalles? Wie der Kirchenpfleger Rainer von Andrian-Werburg mitteilte, hatte die Versicherungskammer Bayern im Juli den Fall anerkannt. Die Firma Kaidel aus Kitzingen übernahm die Arbeiten mit einem Angebot von etwa 4500 Euro. Wegen Auslastung an Aufträgen konnte die Firma allerdings erst jetzt tätig werden, wie sie bestätigte.