Uehlfelds Bürgermeister Werner Stöcker (CSU) freute sich mit Vertretern des Gemeinderates, Hans Herold (MDL/CSU) und Landrat Helmut Weiß (CSU), die Ärztin und Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml (CSU), begrüßen zu können. Sie hatte den Weg nach Uehlfeld auf sich genommen, um sich vor Ort das kommunale Konzept einer modernen landärztlichen Versorgung vorstellen zu lassen.
"Gunnar Geuter und Natascha Raible haben uns im April 2015 anlässlich einer Dienstversammlung der Bürgermeister vorgetragen, wie man das Problem des Ärztemangels am Land in den Griff bekommen könnte", sagte Stöcker. Dabei dankte er dem Landrat für das Angebot der Fachvorträge, aber auch dem Kommunalbüro, das die Gemeinde Uehlfeld in dieser Frage beraten hatte. MdL Herold hatte zum Vortrag "Ärztliche Versorgung auf dem flachen Land, eine Kommune ergreift die Initiative" eingeladen.
"Die Bürger werden immer älter und immobiler, aber auch viele Ärzte sind über 60 Jahre alt. Also haben wir in Uehlfeld das Heft des Handelns in die Hand genommen", sagt Stöcker. Die Suche nach einem Arzt wurde gestartet und in einem gemeindlichen Gebäude wurden mit Hochdruck die Räumlichkeiten für eine neue Arztpraxis geschaffen. Bei der Umsetzung der Vorsorge auf dem Land habe die Städtebauförderung geholfen. "Ohne diese Zuschüsse hätte sich die Gemeinde sehr schwergetan", betonte Stöcker. Es sei ein Zusammenspiel zwischen Bürgermeister und Abgeordnetem gewesen, denn Hans Herold hatte die Gemeinde auf diese Fördertöpfe aufmerksam gemacht.
Zu Fuß ging es zur Besichtigung der Arztpraxen. "Warten Sie alle auf den Doktor?", fragte ein Patient entsetzt am Eingang, als er die vielen Menschen im Flur erblickte. Zum Glück musste von den Gästen keiner untersucht werden. Auch bei Dr. Markus Wischnack wurden die Räume besichtigt. Zum Abschluss ging es zum Vitanas Senioren Centrum. "Ich bin beeindruckt von dem, was hier in Uehlfeld für die Menschen entstanden ist", sagte Huml. "Es wurde nicht gejammert, sondern der Bürgermeister hat es angepackt!" jb