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Stein bei Nürnberg
Einkaufszentrum

Fränkisches Shopping-Center wird erneuert – das erwartet bald die Kunden

Mehr Läden, mehr Veranstaltungen, mehr Vielfalt: Das Einkaufszentrum "Forum Stein" will ein neues Shopping-Konzept umsetzen.
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Mit einem veränderten Shopping-Konzept will sich das "Forum Stein" für die Zukunft rüsten. Foto: Forum Stein
Mit einem veränderten Shopping-Konzept will sich das "Forum Stein" für die Zukunft rüsten. Foto: Forum Stein
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  • „Forum Stein“ plant neues Shopping-Konzept
  • Einkaufszentrum verspricht neue Geschäfte und Ideen
  • Größere Vielfalt, mehr Anbieter und Veranstaltungen
  • Neue Fashion- und Lifestyle-Angebote für Jüngere
  • Shopping-Center soll bis Ende 2022 zum Nahversorgungszentrum werden
Das Einkaufszentrum "Forum Stein" (Landkreis Fürth) stellt die Weichen für die Zukunft: Mit einem neuen Shopping-Konzept will das Centermanagement bei den Stammkunden punkten und zugleich neue Käufer herbeilocken. Das Ziel ist eine größere Vielfalt mit mehr Geschäften und Dienstleistern. Auch die Zahl der Veranstaltungen soll steigen.

Mit der geplanten Erneuerung soll das 2015 eröffnete Center fit für die Zukunft gemacht werden. "Stillstand ist ein No-Go im Einzelhandel", erklärt Uta Hohmann vom Centermanagement im Gespräch mit inFranken.de. Mit den bisherigen Mietern werde deshalb aktuell über neue Pläne und Ideen gesprochen.

Schlüsseldienste, Schuster, Schneidereien: Neue Läden im Gespräch

Zusätzlich sollen über kurz oder lang auch neue Geschäfte in das Einkaufscenter einziehen. "Auch da sind wir im Gespräch", sagt Hohmann. Konkret schweben der stv. Centermanagerin hierbei Dienstleister wie Schlüsseldienste, Schuster, Schneidereien vor Augen. Als neuer Mieter komme "gerne auch ein Blumengeschäft" infrage. "Vorstellbar ist alles, was den mittelfristigen täglichen Bedarf abdeckt". Das Ziel: In weniger als drei Jahren soll das Einkaufszentrum zum Nahversorgungszentrum werden.

"Wohnzimmer von Stein": Gastronomiebereich soll ausgebaut werden

"Aktuell planen wir auch die Neugestaltung unseres Foodbereichs, den wir wir zum Wohlfühlbereich ausbauen wollen", sagt die stv. Centermanagerin. In den kommenden Monaten soll der Gastronomiebereich vergrößert und mit einer neu gestalteten Innenausstattung versehen werden. Dort soll das "Wohnzimmer von Stein" entstehen. Ein Ort, an dem "man sich trifft und bei einer Tasse Kaffee gemütlich beisammensitzt". Zum Verweilen erhält das Einkaufszentrum zudem Lounge- und Sitzbereiche.

Straßenmusiker und Themenwochen - Eventfläche für bis zu 25 Veranstaltungen im Jahr

Darüber hinaus sollen mehr Veranstaltungen im "Forum" stattfinden als bislang. So unterhalten beispielsweise Straßenmusiker seit Kurzem die Gäste im Foodbereich. "Bei den Straßenmusikern sind wir bis Jahresende gut getaktet", so Hohmann. Von Thementagen - beziehungsweise -wochen - etwa zum Schulanfang oder an verkaufsoffenen Sonntagen - verspricht sich das Centermanagement ebenfalls regen Zulauf.

Im Zusammenspiel mit regionalen Profisportvereinen wie den Ice Tigers Nürnberg führt das "Forum" auf der neuen Eventfläche vor der erhaltenen und restaurierten Krügel-Villa im Center jährlich bis zu 25 Veranstaltungen durch, lautet der Plan.

Mehr Angebote für Familien: Kinderspielinsel und Eltern-Kind-Raum

Im Landkreis Fürth gebe es zudem viele junge Familien. "Auch die sollen sich hier wiederfinden", lautet Hohmanns Wunsch. Noch in diesem Jahr sollen eine Spielinsel für Kinder sowie ein Eltern-Kind-Raum fertiggestellt werden.

Auch die jüngeren Käufer haben die Verantwortlichen im Visier. Sie sollen mit neuen "Fashion- und Lifestyle-Angeboten" ins "Forum Stein" gelockt werden. Um welche Firmen es sich hierbei konkret handelt, ist aber noch ungewiss. "Wir sind mit hochwertigen Partnern im Gespräch, müssen aber abwarten, wie sich das gestaltet", sagt die stv. Centermanagerin.

Mitbewerber in der Region wie das geplante Fürther Einkaufszentrum "Flair" oder die "Erlangen Arcaden" betrachtet das "Forum"-Management indes nicht als unmittelbare Konkurrenz. "Ich glaube, dass sich das Forum besonders durch seinen Wohlfühlcharakter auszeichnet. Wir haben in unserem Haus eine heimelige, persönliche Atmosphäre", so Hohmann.

Einkaufen wie in der Kleinstadt: "Intensiv gelebte Regionalität"

Im Einkaufszentrum sei es wie in einer Kleinstadt. "Die Einzelhändler kennen ihre Kunden. Und die wissen: Der dort hat genau das Gemüse, das ich möchte", sagt Hohmann. "Es ist die Regionalität, die hier ganz intensiv gelebt wird." Von den Mietern bis zum Sicherheitsdienst geschehe im "Forum" alles auf einer persönlichen Ebene. Das ist es, glaube ich, was uns ausmacht."

Das im November 2015 eröffnete Center umfasst aktuell 34 Geschäfte, Dienstleister und Gastronomiebetriebe auf rund 36.000 Quadratmetern. Die Läden setzten sich hierbei aus unterschiedlichen Branchen zusammen - darunter Lebensmittel, Textilien, Elektronik, Drogerie, Schuhbedarf, Gesundheit, Telekommunikation, Reisen und Beauty.

Seit Uta Hohmann und ihr Kollege Michael Schüller das Centermanagement vor zweieinhalb Jahren übernommen haben, habe es Zuwachse im zweistelligen Prozentbereich gegeben. "Die Läden sind auf einem guten Weg", zeigt sich Hohmann optimistisch.

Millionen für die Zukunft - "Wir glauben an diesen Standort"

Für die laufenden Maßnahmen nehme der Eigentümer des Einkaufszentrums, das Versicherungsunternehmen Volkswohl Bund aus Dortmund, einen "mittleren einstelligen Millionenbetrag" in die Hand, sagt die stv. Centermanagerin.

Die jetzige Gestaltungsoffensive solle noch einmal einen "richtigen Anschub" geben, die bisherigen Maßnahmen im großen Rahmen fortzusetzen. "Wir glauben an diesen Standort und sind sicher, dass er eine Zukunft hat."