• Orkantief "Ylenia" führt am Donnerstag (17. Februar 2022) zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen und Schäden 
  • Schweinfurt: Wildpark wegen Sturmschäden am Samstag geschlossen
  • Nürnberger Land: Stromleitungen beschädigt - unter anderem Hartmannshof und Alfeld teils ohne Strom
  • Bamberg: Baum stürzt auf Auto
  • Stadt und Kreis Fürth: Impfzentrum schwer beschädigt, Zug bei Cadolzburg rammt Baum während Fahrt 
  • Hof: Gerüst fällt auf Gastank - Lkw-Fahrer von fliegender Mülltonne überrascht 
  • Wunsiedel: Bauzaun auf Straße geweht - Autofahrer kann nicht mehr bremsen 
  • Landkreis Coburg: Lkw in Neustadt umgekippt - über 20 entwurzelte Bäume im Landkreis Coburg 
  • Landkreis Kronach: 50 Bäume auf Straße in Teuschnitz gestürzt - Baum kracht in Wilhelmsthal auf fahrendes Auto

Das Orkantief "Ylenia" fegt über Deutschland - und hat auch in Franken bereits seine Spuren hinterlassen. In unserem News-Ticker sammeln wir alle Sturmschäden aus der Region. 

Rhön-Grabfeld: Umgestürzte Bäume sorgten für Verkehrsunfälle

Am Donnerstagmorgen, um 6:25 Uhr, fuhr eine Fahrzeugführerin auf der Ortsverbindungsstraße von Niederlauer kommend in Richtung Burglauer. Hier erfasste sie einen auf der Straße liegenden Baum, der vermutlich unmittelbar vor dem Zusammenstoß entwurzelte, frontal mit ihrem Pkw. Sie wurde dabei leicht verletzt und wurde mit dem Rettungswagen zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden beträgt ca. 10.000 Euro. Die FFW Burglauer war mit 10 Einsatzkräften vor Ort und räumte die Straße.

Ebenfalls am Donnerstagmorgen fuhr eine 52-jährige Pkw-Fahrerin auf der Kreisstraße von Rödles kommend in Richtung B279. An einem auf der Straße liegenden Baum wollte sie vorsichtig vorbeifahren, übersah aber einen weiteren, flach auf der Straße liegenden und schwer erkennbaren Baum, und überfuhr diesen. Dabei wurde ihr Fahrzeug im Frontbereich erheblich beschädigt und musste abgeschleppt werden. Die Schadenssumme beläuft sich auf ca. 5.000 Euro, die Fahrerin blieb unverletzt.

Neustadt bei Coburg: Sturmtief „Ylenia“ bringt Anhänger zum Umkippen

Im Einsatzgebiet der Polizei Neustadt bei Coburg kam es durch das Sturmtief „Ylenia“ zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Sachschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro entstand. Gegen 07.00 Uhr fuhr ein LKW auf der CO11 von Neustadt bei Coburg in Richtung Kipfendorf. Eine Windböe erfasste den leeren Anhänger, wodurch das Gespann in Schieflage geriet und der Anhänger umkippte. Hierbei beschädigte er eine große Ortstafel und blockierte zudem die komplette Fahrbahn. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Neustadt und Haarbrücken übernahmen die Verkehrsregelung, während der Anhänger wieder aufgerichtet werden konnte. Glücklicherweise konnte der Lkw, aufgrund nur leichter Beschädigungen, die Fahrt fortsetzen.

Update 10.10 Uhr: Baum stürzt in Bamberg auf Auto

Die Feuerwehr Bamberg wurde am Donnerstag, 17.02.2022, zu einem Einsatz auf einem Firmenparkplatz in der Ludwigstraße gerufen. Dort war ein Baum auf einen Wagen gestürzt. In dem Wagen saß niemand, sodass auch niemand verletzt wurde. Das Auto erlitt bei dem sturmbedingten Unglück Totalschaden und hat laut Feuerwehr "nurmehr Schrottwert". Die Einsatzkräfte stutzten mit Motorkettensägen den Baum so weit zurück, dass der Pkw wieder herausfahren konnte und übergaben das Fahrzeug an seinen Besitzer.

Update 10 Uhr: Mehrere Einsätze wegen Unwetter bei Lauf an der Pegnitz

In Folge des Unwetters am Donnerstag, 18.02.2022, kam es im Dienstgebiet der Polizei Lauf zu mehreren Einstät-zen. In Neunkirchen a. Sand wehte einer Frau, beim Aussteigen die Fahrertür aus der Hand und stieß gegen einen daneben geparkten Pkw. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 300 Euro. In Neunhof stürzte ein Baum über die Fahrbahn am Welserbach und landete auf einem Fußballtor. In der Rosenstraße in Lauf stürzte eine Tanne auf eine Garage. Verletzte gab es hierbei nicht. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, ist nicht bekannt. In der Werner-von-Siemens-Allee in Röthenbach wurde ein Anhänger auf die Fahrbahn geweht, ohne dass es zu einem Schaden kam. Im Dr.-Hans-Reichold-Weg in Lauf wehte ein Blech von einem Hausdach auf ein Auto. Hier war die Laufer Feuerwehr vor Ort und musste eine Dachrinne mittels Leiter von einem Gebäude entfernen. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. In Rückersdorf im Kotzenhofer Weg wurde ein Baum in einem Kurvenbereich auf die Fahrbahn geweht, aber bereits vor dem Eintreffen von Feuerwehr und Polizei von Passanten entfernt.

Update 9.55 Uhr: Baum stürzt im Landkreis Kitzingen auf Auto

Die Polizei teilt mit, dass ein starker Windstoß in Castell im Landkreis Kitzingen eine etwa 20 Meter hohe Buche beinahe auf ein Auto haben stürzen lassen. Ein 66-Jähriger hatte seinen Wagen am Fahrbahnrand geparkt, als der Baum umstürzte. Der Baum selbst verfehlte das Auto, aber abstehende Äste trafen das Heck des Fahrzeugs. Die Heckscheibe ging zu Bruch. Der Fahrer blieb unverletzt. Gemeindemitarbeiter kümmerten sich um die Beseitigung des umgestürzten Baumes. Es entstand ein Sachschaden von ca. 500 Euro. 

Update vom 18.02.2022, 9.40 Uhr: Wildpark Schweinfurt geschlossen

Wie der Wildpark Schweinfurt am Freitag mitteilt, wird die Einrichtung am Samstag geschlossen Grund sind die Sturmschäden vom Donnerstag. Laut Mitteilung wurden "einige Bäume entwurzelt, zahlreiche Äste sind abgebrochen. Die Aufräumarbeiten werden im Laufe des Samstags abgeschlossen." Der Wildpark ist am Sonntag, 20. Februar, wieder von 10.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. 

Update 21.40 Uhr: Unwetter führt zu mehreren schweren Unfällen mit Verletzten auf der A9

Am 17.02.2022, gegen 15:15 Uhr, kam es auf der A9 bei Schnaittach in Fahrtrichtung München, aufgrund kurzzeitig schwerer Graupelschauer auf Höhe der Anschlussstelle Hormersdorf zu gleich drei unmittelbar aufeinander folgenden schweren Verkehrsunfällen. Dies teilt die Verkehrspolizei Bayreuth in einer Pressemitteilung mit.

Zunächst kam ein Autofahrer vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit, bei Nässe alleinbeteiligt ins Schleudern und kollidierte mit der rechten Leitplanke im Ausfädelungsstreifen der Anschlussstelle Hormersdorf. Der Fahrer und seine drei Mitfahrer blieben unverletzt.

Im Anschluss kam eine 20-jährige Fahrerin aus Bayreuth, vermutlich aufgrund gleicher Unfallursache ebenfalls ins Schleudern und kollidierte nahezu an der gleichen Stelle mit der rechten Leitplanke. Die Fahrerin wurde hierbei schwer verletzt und mit einem Rettungswagen ins Klinikum Bayreuth verbracht.

Aufgrund dieser beiden Unfälle bremste eine 26-Jährige aus Nürnberg stark ab, da sie als Ersthelferin auf dem Standstreifen anhalten wollte. Diesen Umstand übersah ein hinter ihr fahrender 24-Jähriger aus Landsberg a. Lech, welcher nahezu ungebremst auf sie auffuhr. Hierbei wurden beide Beteiligte und eine 23-jährige Beifahrerin schwer verletzt und mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.

Sämtliche Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Während der Unfallaufnahme durch die Verkehrspolizei Bayreuth mit Unterstützung der Verkehrspolizei Feucht und den Bergungsmaßnahmen war die A9 in Fahrtrichtung  München kurzzeitig voll gesperrt, ehe mit Kräften von Feuerwehr und THW zumindest ein Fahrstreifen wieder freigegeben werden konnte.  Der Gesamtschaden an den beschädigten Fahrzeugen, wie großen Teilen der Leitschutzplanke wird auf circa 60.000 Euro geschätzt.

Update 21.30 Uhr: Feuerwehr Nürnberg zieht Bilanz zum Orkan "Ylenia"

Trotz teilweise kräftiger Orkanböen und starker Regenschauer blieb die Stadt Nürnberg bislang von größeren Sach- und Personenschäden verschont, wie die Feuerwehr der Stadt Nürnberg mitteilt. Es gab typische wetterbedingte Ereignisse wie umgestürzte Bäume, teilweise in Verbindung mit beschädigten Fahrzeugen und Gebäuden, losen Dachziegeln oder losgerissene Dachblechteile.

Zwischen 7 und 20 Uhr vermeldet die Integrierte Leitstelle Nürnberg (ILSN) für das gesamte Alarmierungsgebiet 186 Unwettereinsätze, davon in der Stadt Nürnberg 66.

Die Feuerwehr Nürnberg hat sich den Wetterwarnungen entsprechend vorbereitet. So gab es personelle Verstärkungen in der ILSN und die Inbetriebnahme zusätzlicher Einsatzfahrzeuge aus dem Reservepool. Zum Teil waren 6 Drehleitern gleichzeitig zu verschiedenen Einsatzstellen unterwegs. Verglichen mit anderen Unwettern in der Stadt Nürnberg waren die Einsatzlagen zu "Ylenia" für die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren bislang eher nicht aufwändig. 

Update 18.30 Uhr: Erlanger Feuerwehr bei rund 30 Einsätzen

Rund 30 Feuerwehreinsätze löste der Sturm im Landkreis Erlangen-Höchstadt aus: Größtenteils mussten umgestürzte Bäume weggeräumt oder Dachziegeln gesichert werden. Die Alarmierungen, die im Laufe des Tages bei der Integrierten Leistelle eingingen, hätten sich über den gesamten Landkreis verteilt, wie die Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt am Donnerstagabend mitteilt. Gegen 16 Uhr habe der Sturm in der Region aber spürbar nachgelassen.

Update 17.26 Uhr: Mehrere Bäume im Kreis Fürth umgeknickt

Im Landkreis Fürth hat der Sturm weiteren Schaden angerichtet: In Zirndorf sind durch den starken Wind mehrere Bäume umgeknickt. Die Feuerwehr musste unter anderem in die Schwalbenstraße ausrücken. Auch an der Strecke zwischen Defersdorf und Weiler stürzten Bäume um. Auch eine Telefonleitung wurde beschädigt.

Update 16.11 Uhr: Schon wieder Zugunfall in Cadolzburg - Baum stürzt auf Bahn

Wie die Agentur News5 berichtet, ist es am Donnerstagnachmittag bei Cadolzburg (Landkreis Fürth) erneut zu einem Zugunfall aufgrund des Orkantiefs "Ylenia" gekommen. Bereits am Vormittag hatte hier ein Zug einen Baum gerammt, der auf der Strecke lag und musste dann beschädigt in einen nahegelegenen Bahnhof zurückfahren. 

Verletzt worden war dabei niemand, wie es von News5 hieß. Am Nachmittag machte ein umgestürzter Baum erneut Probleme. Wieder bei Wachendorf (Gemeindeteil von Cadolzburg) stürzte ein Baum auf einen fahrenden Zug, so die Agentur.

Die gute Nachricht: Auch am Nachmittag seien alle Passagiere mit dem Schrecken davongekommen. 

Update 15.58 Uhr: Traurige Nachricht aus Coburg - Orkan reißt etwa 300 Jahre alte Linde aus dem Boden

"Heute am frühen Nachmittag ist im unteren Teil des Hofgartens eine mächtige Linde umgestürzt, teilte eben das Grünflächenamt Coburg mit", so ein Sprecher der Stadt Coburg am Donnerstagnachmittag.

Es sei noch ein Baum "aus der ursprünglichen Lindenallee im ehemaligen barocken Gartenteil mit einem geschätzten Alter von 300 Jahren". Ein Teil der Krone sei bereits ausgebrochen und mit einer Kronensicherung versehen worden.

"So werden leider die Baumveteranen aus der Gründungszeit des Parks immer weniger, aber laufend durch Neupflanzungen ersetzt", so der Coburger Sprecher. 

Update 15.30 Uhr: Feuerwehr Gundelsheim - Orkan "blieb nicht ohne Folgen"

Seit 9 Uhr sei die Feuerwehr Gundelsheim (Landkreis Bamberg) am heutigen Donnerstag im Einsatz gewesen, heißt es in einer Mitteilung. "Am Weinberg entwurzelte der Sturm einen Baum. Die Straße wurde dadurch komplett blockiert. Die Feuerwehr entfernte den Baum mittels Motorsäge", heißt es.

Die Straße sei für die Dauer des Einsatzes gesperrt worden. Im Anschluss habe man einen weitere Baum in der Industriestraße entfernen müssen.

"Dieser war ebenfalls umgerissen worden und lag nun über Gehsteig und Teile der Fahrbahn. Auch hier kam die Motorsäge zum Einsatz. Weitere Einsätze blieben am Vormittag glücklicherweise aus", so die Feuerwehr Gundelsheim.

Update 14.29 Uhr: "Traf uns mit voller Wucht" - 50 Bäume auf eine Straße im Kreis Kronach gestürzt

"Die Wettervorhersage, bei der mit starken Orkanböen im Frankenwald zu rechnen waren, traf uns heute morgen mit vollen Wucht", schreibt die Freiwillige Feuerwehr Teuschnitz in einem Facebook-Post.

Auf der Straße zur Finkenmühle habe man circa 50 Bäume beseitigen müssen, "die kreuz und quer übereinander gefallen waren". Mehrmals habe der Einsatz zwischendurch abgebrochen werden müssen, "da der Wind immer wieder stärker wurde und so das Arbeiten im Wald gefährlich gestaltete".

Zur Stunde dauere der Einsatz noch immer an, so die Feuerwehr Teuschnitz. In der Gemeinde Wilhelmsthal habe man bereits in den Morgenstunden die ersten Einsätze durchführen müssen, so die örtliche Feuerwehr. Nahe der Abzweigung nach Gifting sei ein Baum etwa auf ein fahrendes Auto gekracht. Der Fahrer sei bei dem Vorfall aber nicht verletzt worden. Auf der Staatstraße 200 hätten dann gleich mehrere Bäume in Richtung Hesselbach die Fahrbahn versperrt. 

Update 13.50 Uhr: "Ereignisreicher Tag" für Feuerwehren in Bad Staffelstein

Wie die Feuerwehr Bad Staffelstein berichtet, sei der heutige Donnerstag bisher für "viele Feuerwehren in den betroffenen Gebieten ein ereignisreicher Tag".  Zum ersten Alarm sei die Feuerwehr im Stadtgebiet zu einem Baum auf der Straße mitalarmiert worden.

"Die Kameraden aus Unnersdorf und Nedensdorf entfernten den Baum, welcher für eine kurzzeitige Sperrung der Straße sorgte", heißt es. Kurze Zeit später, gegen 7 Uhr morgens am Donnerstag habe es gleich den zweiten Baum gegeben, der auf einer Straße in der Stadt gemeldet worden sei. 

"Die ortsansässigen Wehren aus Uetzing und Serkendorf beseitigten die Schadensstellen und säuberten die Fahrbahn. Die Straße konnte nach kurzer Zeit wieder freigegeben werden", heißt es. 

Update 13.35 Uhr: Baum stürzt in Schwarzenbruck auf Oberleitung - Kabel liegt frei 

Bei Schwarzenbruck (Nürnberger Land) ist ein Baum infolge des Sturms auf eine Oberleitung gestürzt und hat mehrere Brände ausgelöst. Der Vorfall ereignete sich in einer Gartenanlage, durch den umgefallenen Baum sei Stromkontakt zum Erdreich entstanden, wie die Polizei gegenüber inFranken.de erklärt.

Update 13.27 Uhr: Testzentrum Ansbach muss wegen Orkantief geschlossen werden

"Aufgrund des derzeitigen Sturms musste nun das gemeinsame Testzentrum von Stadt und Landkreis Ansbach am ehe-maligen Messegelände aus Sicherheitsgründen am heutigen Tag, 17. Februar 2022, ab 13 Uhr geschlossen werden", teilt die Stadt Ansbach mit. Das Impfzentrum sei bereits seit dem Donnerstagmorgen geschlossen.

Update 12.52 Uhr: Feuerwehr Lichtenfels muss mehrere Gebäude sichern

Bereits in den frühen Morgenstunden habe es anlässlich Sturmtief "Ylenia" einen Alarm für die Feuerwehr Lichtenfels gegeben, "um im Gerätehaus eine überörtliche Einsatzleitung zusammen mit der Kreisbrandinspektion und der Feuerwehr Lichtenfels/Main für die letztlich rund 40 Einsätze im gesamten Landkreis einzurichten", schreibt die Feuerwehr.

In der Stadt hätten mehrere Sturmschäden überprüft werden müssen. Bei zwei abgedeckten Dächern seien "Sicherungsmaßnahmen und der Einsatz der Drehleiter erforderlich" gewesen. Der Wind sei "zwischenzeitlich etwas abgeflaut und alle Einsätze sind abgearbeitet".

"Heute und in den nächsten Tagen ist aber fortgesetzt mit Unwetterlagen zu rechnen. Wir sind bereit - passt auch ihr weiterhin auf euch auf!", so die Feuerwehr.  

Update 12.45 Uhr: Lkw bei Neustadt umgekippt - mehr als 20 Bäume im Kreis Coburg entwurzelt

Das Sturmtief Ylenia habe "leider bereits seine Spuren im Landkreis Coburg hinterlassen", heißt es in einem ersten Statement des Landratsamts. Die Straßenmeisterei zieht darin eine erste Bilanz: "Circa 20 Bäume wurden entwurzelt und lagen auf Fahrbahnen, ein Baum landete auf einem Zug und bei Neustadt ist ein LKW umgekippt. Wir sagen allen Einsatzkräften ein herzliches Dankeschön!", heißt es.

Die Behörde bittet, "weiterhin auf sich" aufzupassen, die Unwetterwarnung des Deutscher Wetterdienst bestehe nach wie vor bis heute Abend 18 Uhr. Gewarnt werde auch vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Ästen und Dachziegel oder Gegenständen.

"Halten Sie Fenster und Türen geschlossen und vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien", so der Appell der Behörde.  

Update 12.30 Uhr: Feuerwehreinsatz in Kindergarten im Landkreis Fürth

Wie die Agentur News5 berichtet, wurde die Feuerwehr  am Donnerstagmittag zu einem Einsatz in Oberasbach (Landkreis Fürth) gerufen.

Dort sei an einem Kindergarten durch den Sturm der Kamin beschädigt worden. 

Konkret sollen sich ein Blech und mehrere Kaminsteine gelöst haben. Die Feuerwehr musste die Teile vom Dach entfernen. 

Update 12.17 Uhr: Bauzaun auf Straße in Wunsiedel geweht - Autofahrer kann nicht mehr bremsen 

In den frühen Morgenstunden des Donnerstags sei durch den Sturm ein Bauzaun teilweise auf die Hofer Straße in Wunsiedel geweht worden, wie die Polizei berichtet.

Ein herannahender Autofahrer habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können und habe diesen dabei touchiert.

Dabei sei die Stoßstange des Fahrzeugs beschädigt worden. 

Update 12.02 Uhr: Stromausfall im Kreis Bayreuth - Baum kracht in Stromleitung

In der Gemeinde Bindlach (Landkreis Bayreuth) kommt es derzeit zu einem großräumigen Stromausfall, wie das Landratsamt mitteilt. Betroffen seien hierbei die Gemeindeteile Dörflas, Haselhof, Heisenstein und Pferch, wobei die Einsatzkräfte vor Ort das Bayernwerk bereits verständigt hätten.

Ursache für den Stromausfall sei ein Baum, der in die Stromleitung gekracht ist. Wann der Stromausfall behoben sein wird, sei nach jetzigem Stand noch unklar, heißt es. 

Bis 11 Uhr habe Kreisbrandrat Hermann Schreck insgesamt mehr als 60 Einsatzstellen im Zusammenhang mit dem Sturmtief Ylenia gemeldet. 

Update 11.57 Uhr: Orkanböen hinterlassen schwere Schäden an Impfzentrum in Fürth - Landkreis mit Bitte

Der Sturm habe die Zelte am PCR-Testzentrum in Atzenhof (Gemeindeteil von Fürth) stark beschädigt, teilt der Landkreis Fürth bei Facebook mit. Ein Betrieb sei "heute daher nur äußerst eingeschränkt möglich".

Alle für heute gebuchten Termine würden durch den vorhandenen Container vor Ort abgewickelt. Hierbei werde es jedoch zu Verzögerungen kommen. Die Feuerwehr Fürth sei bereits informiert und werde "im Rahmen ihrer heutigen Möglichkeiten die Behebung des Schadens angehen".

Der Landkreis Fürth ruft dazu auf, "wenn es Euch möglich ist, bestenfalls nicht zum PCR-Testen" zu kommen

Update 11.48 Uhr: Feuerwehreinsatz in Hof - Gerüst fällt auf Gastank

Rund 20 Einsätze im Zusammenhang mit dem Unwetter hat die Polizeiinspektion Hof seit Mittwochabend verzeichnet. 
Hauptsächlich habe es sich dabei um blockierte Straßen aufgrund umgestürzter Bäume gehandelt. "So konnte eine Autofahrerin in Konradsreuth nicht mehr bremsen, als ein Baum direkt vor ihrem Toyota umstürzte. Es entstand Sachschaden in Höhe von 3000 Euro", teilt die Polizei mit.

Bei einer Firma in der Heimgartenstraße in Hof sei ein acht Meter hohes Gerüst umgekippt und auf einen Gastank gefallen. Es sei aber zu keinem Gasaustritt gekommen, so die Polizei. Dies habe die Feuerwehr durch eine Messung festgestellt. Das Gerüst sei durch Mitarbeiter gesichert worden und werde im Laufe des Tages abgebaut. An der Umzäunung des Tanks sei ein Sachschaden in Höhe von rund 500 Euro entstanden.  

In der Jahnstraße sei eine leere Mülltonne vom Gehweg auf die Straße gefegt worden. Ein Lastwagenfahrer habe nicht mehr ausweichen können und sei dagegen gefahren. Der kräftige Wind habe zudem einen in der Köditzer Straße abgestellten Anhänger über die zur Sicherung verwendeten Holzklötze gedrückt. "Dadurch stieß dieser gegen ein dahinter geparkten Opel und verursachte etwa 250 Euro Schaden", so die Polizei Hof.  

Update 11.20 Uhr: Viele Regionalzüge in Ober- und Mittelfranken von Ausfällen betroffen 

In Franken fallen wegen des Sturms am Donnerstag zahlreiche Züge im Regionalverkehr aus. Züge auf diesen Linien fahren demnach noch in den nächstgrößeren Bahnhof und enden dort vorzeitig.

Konkret geht es um die in Mittel- und Oberfranken verkehrenden Regionalexpresse (RE) 30, 31, 32, 35, 38 und 39. Mit dem RE 33 ist auch der grenzüberschreitende Verkehr ins tschechische Cheb (Eger) betroffen. Außerdem wird der Verkehr auf den Linien RE 40, 41 und 47 eingestellt, die zwischen Nürnberg und der Oberpfalz verkehren.

Beeinträchtigungen wegen Gegenständen oder Bäumen auf der Strecke gibt es laut Bahn auch etwa auf der Strecke München Hauptbahnhof-Geltendorf-Buchloe, zwischen Fürth und Cadolzburg, zwischen Nürnberg-Nordost und Gräfenberg oder zwischen Coburg und Sonneberg in Thüringen. Der Zugverkehr ist wegen des Sturmtiefs "Ylenia" in weiten Teilen Deutschlands stark eingeschränkt. In mehreren Bundesländern hat die Bahn den Fernverkehr eingestellt. Von Beeinträchtigungen im Fernverkehr in Bayern war zunächst nicht die Rede.

Update 11.08 Uhr: Tiergarten Nürnberg wegen Orkan "Ylenia" geschlossen

Der Tiergarten der Stadt Nürnberg bleibt am heutigen Donnerstag, 17. Februar 2022, aus Sicherheitsgründen geschlossen, wie es in einer Mitteilung heißt.

Grund sei "eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor schweren Sturmböen".

Bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde könnten Äste abbrechen und Bäume umstürzen, heißt es.

Update 10.59 Uhr: Überfluteter Radweg im Kreis Bamberg - Feuerwehr mit mehreren Einsätzen 

Das Orkantief habe die Feuerwehr Drosendorf (Gemeindeteil von Memmelsdorf) in den Morgenstunden mit mehreren Einsätzen beschäftigt, heißt es in einem Bericht.

"Die Leitstelle alarmierte uns auf den Fahrradweg Richtung Scheßlitz zu einem umgestürzten Baum", schreibt die Feuerwehr.

Weil die Einsatzstelle hinter Straßgiech lag, sei die örtliche Feuerwehr alarmiert worden. Außerdem habe man einen Radweg wegen Überflutung abgesperrt und ein Schild gesichert. 

Update 10.30 Uhr: Stromausfälle im Nürnberger Land - Leitungen beschädigt

Stand 13.00 Uhr: Zu einem weiteren Stromausfall kam es laut N-Ergie um 12.30 Uhr im Eichstätter Umland. Betroffen seien einige Ortsteile der umliegenden Gemeinden Dollnstein und Pollenfeld. Die Ursache sei noch unbekannt.

Am Donnerstag, 17. Februar 2022 wurden im Netzgebiet der N-Ergie gegen 9.15 Uhr die ersten Stromausfälle infolge des Sturmtiefs Ylenia gemeldet, heißt es in einer Mitteilung des Stromversorgers. Betroffen sei das Nürnberger Land. Der erste Ausfall betreffe Hartmannshof, Alfeld sowie einige umliegende Ortschaften. Der zweite Ausfall betreffe den Bereich Kirchensittenbach. Grund für die Stromausfälle seien umgestürzte Bäume gewesen.

"Die Technikerinnen und Techniker im Außendienst sind unterwegs und arbeiten daran, die Kunden schnell wieder mit Strom zu versorgen", heißt es. Die Einsatzteams inspizierten demnach die Schadstellen vor Ort und leiteten Umschaltmaßnahmen ein. Aufgrund der Unwetterwarnungen habe die N-Ergie vorsorglich ihr Personal für die Bereitschaft verdoppelt.

Der Stromversorger warnt: "Sollten Anwohner und Passanten Sturmschäden am Stromnetz, wie angebrochene Strommasten oder tiefhängende Leiterseile bemerken", bitte man darum, "unbedingt gebührenden Abstand zu halten, um sich nicht zu gefährden". Schäden sollen umgehend der Störungsstelle unter 0800 234-2500 gemeldet werden.

Update 10.22 Uhr: S-Bahn zwischen Nürnberg und Ansbach - Bahn meldet "Beeinträchtigungen" auf Linie

Aktueller Stand (10.48 Uhr): Der umgestürzte Baum auf der Strecke zwischen Ansbach und Dombühl wurde beseitigt, heißt es. Der S-Bahn-Verkehr zwischen Ansbach und Dombühl sei wieder aufgenommen. "Bitte rechnen Sie auf der Linie S 4 Nürnberg Hbf - Dombühl noch mit Folgeverzögerungen, zudem kann es kurzfristig zu Teilausfällen bzw. vorzeitigen Zugwenden kommen", so die Deutsche Bahn. 

Aufgrund eines umgestürzten Baumes auf der Strecke zwischen Ansbach und Dombühl komme es auf der Linie S4 Nürnberg Hbf - Dombühl aktuell zu Beeinträchtigungen, meldet die Deutsche Bahn.

Zurzeit seien keine Zugfahrten zwischen Ansbach und Dombühl möglich. "Die Züge halten am nächsten Bahnhof und warten zunächst", heißt es.

In der Folge müsse mit Verzögerungen gerechnet werden, zudem könne es kurzfristig zu Teilausfällen beziehungsweise vorzeitigen Zugwenden kommen. 

Update 10.10 Uhr: Zug im Landkreis Fürth rammt Baum - beschädigte Bahn mit Passagieren erreicht Bahnhof

Wenige Kilometer von Fürth entfernt, im Cadolzburger Ortsteil Wachendorf, fuhr nach News5-Informationen am Morgen ein Zug in einen Baum, der zuvor auf die Schiene gestürzt war.

Der beschädigte Zug rollte demnach nach dem Unfall zurück in den Bahnhof Egersdorf. Dort seien alle sieben Fahrgäste unverletzt ausgestiegen, so die Agentur.

Die Passagiere seien darauf mit Ersatzbussen weiter in Richtung Nürnberg transportiert worden. 

Update 8.14 Uhr:  DB Regio warnt vor Beeinträchtigungen im Regionalverkehr bis Samstag

Wegen des Sturmtiefs kommt es von Donnerstag bis einschließlich Samstag (19.02.2022) zu Beeinträchtigungen im Regionalverkehr in Bayern. Darüber informiert DB Regio am Donnerstagmorgen. Fahrgäste werden gebeten, auf den Bahnsteigen besondere Vorsicht walten zu lassen und sich über Fahrten und Fahrpläne regelmäßig auf bahn.de bzw. im DB Navigator oder in der App DB Streckenagent zu informieren. Eine kostenlose Servicenummer sei zudem unter Telefon 08000 996633 eingerichtet.

Am Donnerstagmorgen hatte die Deutsche Bahn bereits den Fernverkehr in mehreren Bundesländern eingestellt.

Update 7.53 Uhr: Schulausfälle in Ober- und Unterfranken

In Teilen Oberfrankens und Unterfrankens fällt wegen des Sturmtiefs am Donnerstag die Schule aus. Welche Städte und Landkreise betroffen sind, liest du hier.

Update 7.40 Uhr: Baum stürzt auf Fahrbahn - Feuerwehreinsatz im Landkreis Bamberg

Die Kräfte der Feuerwehr im Landkreis Bamberg hatten in den frühen Donnerstagmorgenstunden (17. Februar 2022) nach Angaben von NEWS5 ihren ersten Einsatz aufgrund des Sturms, der über ganz Deutschland hinwegfegt. Bei Dörfleins war ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt und hatte dabei eine Leitplanke beschädigt. Die Feuerwehrleute mussten Stamm und Äste zersägen und die Straße räumen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. 

Update 7.02 Uhr: Baum stürzt auf geparktes Auto im Kreis Fürth

In Oberasbach im Kreis Fürth musste die Feuerwehr in der Nacht zum Donnerstag ausrücken. In einem Wohngebiet knickte ein Baum um und fiel direkt auf ein geparktes Auto. Auch hier wurde zum Glück niemand verletzt. 

Vorschaubild: © NEWS5/Klein