Die Sieben-Tage-Inzidenz und die Zahl der Corona-Neuinfektionen sind angesichts des Ukraine-Konflikts in den vergangenen Wochen etwas in den Hintergrund gerückt. Nun meldet eine unterfränkische Stadt jedoch gute Neuigkeiten: Ein wichtiger Grenzwert wurde unterschritten.

Die Inzidenz der Stadt Schweinfurt beträgt am Montag (9. Mai 2022) nur noch 341 und liegt damit unterhalb des Schwellenwertes von 350. Alle anderen fränkischen Landkreise und Städte haben derzeit Werte zwischen 350 und 1000, liegen also allesamt im gelben Bereich. Auch die Stadt Nürnberg nähert sich mit einem aktuellen Wert von 390 dem grünen Bereich an.

Inzidenz in Bayern: weiterhin hohe Zahlen bei fränkischen Regionen

In anderen fränkischen Gebieten ist die Inzidenz aber deutlich höher: Im bayernweiten Ranking des Robert-Koch-Instituts (RKI) belegt der Landkreis Kulmbach mit einem vergleichsweise hohen Wert von 844,2 den zweiten Platz. Der Landkreis Bad Kissingen folgt mit 772,5 auf Rang 5, der Landkreis Bayreuth mit 740,7 an achter Stelle und die Stadt Würzburg mit 719,9 auf Platz 12. Insgesamt beträgt der bayerische Inzidenzwert am Montag 543,5.

Das RKI hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt am Samstagmorgen (7. Mai) mit 544,0 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 553,2 gelegen, in der Vorwoche bei 717,4 und im Vormonat bei 1251,3.

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage: Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 72.252 Corona-Neuinfektionen und 184 Todesfälle innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.

RKI-Zahlen schwanken: Bundesländer melden Fälle nachträglich

Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 25.287.462 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

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red/dpa