Menschliche Knochen lagen einst im sogenannten Knochenkämmerchen. Letzteres befindet sich im Kellergeschoss unter der St. Bonifatiuskirche in Weißenohe. Dort wurden die Leichenreste abgeladen, wenn ein Grab aufgelassen wurde.

Später stellte man fest, dass es in den Räumen des Klosters feucht wurde, weshalb auch ein Entwässerungsgraben gebaut wurde. Dieser schmale, etwa 1,50 Meter tiefe Graben schlängelt sich noch heute um das Kirchengebäude. Mit einem Geländer war der Graben abgesichert und damit auch optisch vom angrenzenden Friedhof getrennt.

Doch wer sich über das Geländer beugte, konnte das Fenster und auch die dahinter liegenden Knochen weiter sehen. Unheimliche Geschichten rankten sich um diese Knochen. Vor allem Kinder schienen von ihnen magisch angezogen zu werden.