Die Deutschen nehmen es mit Regeln generell sehr genau. Anders sind da die Mexikaner. Im Urlaub in Tulum/Mexiko entdeckte FT-Redakteurin Jennifer Hauser ein "Achtung Bart"-Schild.

Da es direkt am Straßenrand aufgestellt war und somit auf den ersten Blick tatsächlich als Verkehrsschild wahrgenommen werden konnte, ging sie dem Grund des Schildes nach. Ein freundlicher Anwohner erklärte ihr, dass dieses Schild auf einen Barber Shop, sprich einem Friseur samt Barbier aufmerksam machen soll - und das direkt am Straßenrand.

Ob so etwas in Forchheim wohl auch gehen würde, fragte sich die Redakteurin daraufhin und bekam von der Pressesprecherin der Stadt Forchheim, Britta Kaiser, auch prompt eine Antwort: "Nein, das geht hier so einfach nicht."

Wenn ein Zeichen öffentlich zugänglich ist, auch wenn es auf Privatgrund steht, dann darf es keine Ähnlichkeit mit Straßenschildern aufweisen. Verkehrsteilnehmer könnten dadurch nämlich irritiert werden.

Wie eng die Grenzen hierbei gezogen werden, liegt im Ermessen der jeweiligen Verkehrsbehörde, in Forchheim ist das das Straßenbauamt von Referatsleiter Reinhard Brütting.


Andere Regeln für Fabrikgelände

Sollte ein Schild widerrechtlich aufgestellt werden, so gibt es eine amtliche Verfügung, sodass es entfernt wird oder vom Besitzer weggemacht werden muss.

Auf Fabrikgelände soll in der Regel ein solches Schild nicht beanstandet werden, sagt Britta Kaiser und verweist auf Paragraf 33 der Straßenverkehrsordnung, der besagt, dass ein Schild verboten ist, wenn am Verkehr Teilnehmende dadurch in einer den Verkehr gefährdenden oder erschwerenden Weise ablenken oder belästigt werden.