Als er vier Jahre alt war, spielte Matthias Wunner aus Weilersbach schon gerne Tennis. "Gegen die Hauswand - zum Ärger meiner Oma flogen die Bälle ins Fenster oder in die Dachrinne", sagt der heute 20-Jährige. Da überlegte der damals noch kleine Schulbub, ob er wohl Tennisprofi werden sollte - und entschied sich dafür. Es war die richtige Entscheidung, die auch von seinen Eltern Manuela und Wolfgang Wunner mitgetragen wurde.
Heute steht Matthias Wunner in der Deutschen Rangliste der Herren auf Platz 35, in der internationalen ATP-Weltrangliste auf Platz 680. "Es ist derzeit das Mittelfeld der Weltrangliste", klärt er auf.

Einen Blick für das sportliche Talent von Wunner hatte schon vor sechs Jahren sein Manager Jörg Wölfel aus Forchheim. Er erkannte, dass der damals 14-Jährige ein Ausnahmetalent und eine Kämpfernatur ist und nahm ihn unter seine Fittiche.
"Momentan ist Matthias in seiner Karriere an einem Punkt angekommen, wo man die kleinen ITF-Future-Weltranglistenturniere, die er derzeit spielt, als Sprungbrett zu den ATP-Challenger- und eventuell auch Grand-Prix-Turnieren sehen kann", sagt Wölfel; er, der selbst einige deutsche Meistertitel erreichte, weiß, wovon er spricht.

Seit 2004 klettert Wunner die Karriereleiter unentwegt höher, spielte sich von Erfolg zu Erfolg. Bei den Herren zählen zu seinen Erfolgen unter anderem der Gewinn der deutschen Meisterschaft mit Westfalen sowie Final- und Halbfinalteilnahmen bei internationalen Weltranglistenturnieren. Wunner wurde diesen Sommer Bayerischer Meister in Ismaning und konnte sich bei einigen nationalen und internationalen Turnieren in die Siegerliste eintragen.

Und wie sieht es im Alltag des Tennis-Sportlers aus? War es denn einfach, so weit zu kommen? Die Antwort ist eindeutig: "Es ist schon ein hartes Leben mit Entbehrungen und gar nicht so einfach, immer die richtige Entscheidung zu treffen", sagt Wunner und denkt dabei an die Zeit zurück, als er noch zur Schule ging. Er musste erfahren, dass man fast keine Freundschaften pflegen konnte, da nach den Hausaufgaben sofort das Training losging. Leichter war dies dann zu vereinbaren, als er in Hannover das Tennisinternat besuchte. Doch dazu musste er bereits mit 14 Jahren sein Elternhaus in Weilersbach verlassen und sich alleine in Hannover zurechtfinden.

Entbehrung an vielen Stellen

Für ihn galt: Keine Discobesuche, nur Disziplin, trainieren und nochmals trainieren. Doch es war nicht umsonst. Inzwischen hat er erfolgreich seine Mittlere Reife abgelegt, seit über zwei Jahren ist er ein ehrgeiziger und erstklassiger Tennisprofi voller Idealismus. Das will er auf jeden Fall weiter bleiben. Eine Verletzung am Handgelenk hat ihn zwar für ein paar Monate aus der Tennis-Bahn geworfen. Doch mit hartem Training hat er diese überwunden und sich zurückgekämpft: "In dieser schwierigen Zeit habe ich festgestellt, wer tatsächlich hinter mir stand."
Wunner, der in Kerpen an der Robert-Orlik-Tennisakademie trainiert, hat ein festes Ziel vor Augen: "In der ATP-Weltrangliste unter die Top 20 zu kommen". Ein ambitioniertes Ziel, die Chancen hierfür sieht Wunner selbst relativ gut: "Ich glaube schon, dass ich die Chancen habe." Sein großes Vorbild ist Roger Federer, dessen Art er bemerkenswert findet. "Er ist ein Typ wie ich, emotional und hat sich hochgebissen. Ich bin von ihm beeindruckt", schwärmt Wunner. Sein nächstes Ziel heißt erstmal, "Challenger- und eventuell auch Grand Prix Turniere zu spielen".

2014 wird Wunner beim 1. FC Nürnberg in der Bundesliga aufschlagen, so Manager Wölfel, der auch die Kosten für Reisen, Hotels, Training anspricht. "Natürlich sind diese Kosten, wenn man das weiterhin professionell angeht, extrem hoch. Diese Ausgaben sind leider ohne Sponsoren für Matthias und seine Familie nicht mehr finanzierbar, deshalb brauchen wir Sponsoren. Für jede finanzielle Unterstützung sind wir sehr dankbar", betonte Wölfel.

Vertrag im Netz

Wie Wölfel erklärt, gibt es einen "besonderen Sponsoring-Vertrag", den man im Internet unter www.matthiaswunner.com herunterladen kann. Wichtig dabei ist auch, dass jeder Sponsor über seinen Geldbetrag eine ordnungsgemäße Rechnung erhält. Die Abwicklung des Sponsorenvertrages erfolgt über Wunners Manager Jörg Wölfel. Weitere Auskünfte gibt es unter management@matthiaswunner. com