Für die Wehrleute in Wimmelbach, Heroldsbach, Hausen und Oesdorf war es am Freitag ein besonders heißer Nachmittag: Fast zeitgleich wurden sie zu einem Brand auf einem Feld in Oberwimmelbach und zu einem Verkehrsunfall in Wimmelbach gerufen.


Wehr war in fünf Minuten da

"Die erste Alarmierung kam um 13.50 Uhr", erzählte der Wimmelbacher Kommandant Matthias Zirkel. Ein Landwirt, dessen Ballen-Press-Gerät Feuer fing, hatte die Feuerwehr per Handy alarmiert. Fünf Minuten später sei das erste Löschfahrzeug auf dem Feld bei Oberwimmelbach gewesen, sagte Kommandant Zirkel. "Insgesamt waren vier Feuerwehrfahrzeuge aus vier Ortschaften im Einsatz, gut 20 Leute." Unter ihnen auch Kreisbrandmeister Willi Hofmann.


Unfall kurz nach dem Ortsschild

Noch während die Wehrleute auf dem Feld das brennende Ballen-Press-Gerät mit Schaum
löschten, erreichte Kommandant Matthias Zirkel um 14.28 Uhr der nächste Alarm: Unfall in der Ortschaft Wimmelbach.

Kurz hinter dem Ortsschild von Wimmelbach wollte ein aus Forchheim kommender Nissan-Fahrer nach links in Richtung Heroldsbach abbiegen. Dabei übersah er einen bronzefarbenen VW. Die beiden Fahrzeuge kollidierten und durch die Wucht des Aufpralls schob sich der Nissan auf einen roten Ford, der in die Straße einbiegen wollte. Eine Person wurde bei dem Umfall leicht verletzt. Ein Polizeisprecher schätzte den Schaden an den drei Fahrzeugen auf rund 22 000 Euro.


Ein Stein als Auslöser?

Wesentlich höher ist die Schadenssumme, die die Flammen an dem Ballen-Press-Gerät anrichteten. Das ausgebrannte Arbeitsgerät erlitt einen Totalschaden. Der Eigentümer schätzt den Schaden auf "150 000 bis 180 000 Euro". Wie der Landwirt erzählte habe er - "wie es üblich ist" - vom Traktor aus immer wieder mal nach hinten auf das Ballen-Press-Gerät geblickt. "Plötzlich sah ich Rauch aufsteigen." Als die Feuerwehr wenige Minuten später vor Ort war, stand das Arbeitsgerät in Flammen. Über die Ursache, die zu dem Brand führte, könne er nur spekulieren, sagte der Landwirt. "Vielleicht habe ich einen Stein erwischt und der hat Funken geschlagen. Aber ich weiß es nicht, das wird mit der Gutachter der Versicherung sagen."

Für die Feuerwehrleute war es bei über 30 Grad ein besonders heißer Einsatz. Bis der Ruf "Feuer aus" erklang, vergingen laut Kommandant Matthias Zirkel 45 Minuten.